The Shard in London – Touristenattraktion mit atemberaubenden Ausblick auf London

by Alex | Februar 7, 2017 8:06 pm

Wenn du Großbritanniens Hauptstadt zum ersten Mal einen Besuch abstattest, gilt es zunächst, dir einen guten Überblick über alle Sehenswürdigkeiten zu verschaffen. Das kannst du mithilfe einer Stadtrundfahrt in den berühmten roten Bussen erledigen oder du besuchst den Platz in London, von dem aus du alle Attraktionen auf einmal im Blick hast: The Shard – der Wolkenkratzer mit Londons höchster Aussichtsplattform.

Das Gebäude ist spektakulär

The Shard bedeutet „die Scherbe„. Wenn du dir das höchste Gebäude der EU genauer anschaust, weißt du, warum es so heißt: Das pyramidenförmige Gebäude wurde mit 11.000 Scheiben komplett verglast. Mit seinen 310 Metern war es kurzzeitig sogar das höchste Hochhaus auf dem europäischen Kontinent, bevor es von Moskaus Mercury City Tower übertroffen wurde. Heute ist es nach 4 russischen Hochhäusern das fünfthöchste Gebäude Europas. Erbaut mit 72 Stockwerken ist The Shard jedoch nicht nur Touristenattraktion.

Was ist drin im „The Shard“?

Es beherbergt im unteren Bereich Geschäfte und den Wartebereich eines der Londoner Hauptbahnhöfe, London Bridge. Die 28 Stockwerke darüber sind Büros vorbehalten. Es folgen 4 Etagen mit öffentlich zugänglichen Luxusrestaurants und Platz für Ausstellungen. Die Ebenen 34-52 sind dem 5 Sterne Hotel Shangri-La[1] mit 200 Zimmern vorbehalten.

Weniger öffentlich sind die folgenden 13 Stockwerke: Hier könnte man für umgerechnet 63 Millionen Euro in einer der 10 Luxuswohnungen einen privaten Rundblick über London genießen. Damit dies nicht einigen Wenigen vorbehalten bleibt, gibt es oben die Aussichtsplattformen für Touristen. In der Spitze des Turms von The Shard, der Spire, befinden sich technische Notwendigkeiten, wie eine Klimaanlage. Die Spitze musste vom größten Kran Großbritanniens aufgesetzt werden: Schließlich ist sie 66 Meter hoch, wiegt 55 Tonnen und wurde aus 800 Stahlteilen gefertigt. Damit man im Gebäude überall leicht hingelangen kann, gibt es 44 Fahrstühle und 306 Treppen.

Der Bau des „The Shard“ – Eine schwierige Geburt

Was sich heute wie gut geplant und umgesetzt anhört, lief beim Bau alles andere als problemlos. Der Baubeginn von The Shard musste wegen der Finanzkrise und Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Bauflächen um insgesamt vier Jahre verschoben werden. Bauherr ist der frühere Modehersteller und Immobilieninvestor Irvine Sellar.

Spektakuläre Aussicht für teure Tickets

The Shard bietet dir eine Sicht auf London der besonderen Art. Wenn du aus einem der Aufzüge im 68. Stock steigst, erwartet dich erst einmal eine Sicht auf London durch Wolkenformationen mit Wettervorhersage. Weiter geht es in der 69. Etage. Hier hat man einen 64 km weiten 360° Rundumblick auf Großbritanniens Hauptstadt.

Durch interaktive digitale Teleskope kann man diese Sicht auch zu verschiedenen Tageszeiten erleben. Sie zeigen dir außerdem 200 verschiedene Sehenswürdigkeiten und geben Erläuterungen in 10 Sprachen dazu. Richtig atemberaubend wird es in der 72. Etage, die sich in 244 m Höhe und teilweise im Freien befindet. Hier bist du den Elementen ausgesetzt und ganz nah an den großen Glasscherben, die The Shard ihren Namen gegeben haben.

Wenn dir das immer noch nicht reicht, gibt es auch Partys oder sogar Yoga- und Fitnessprogramme über der Skyline der Stadt, die du buchen kannst.

Ein virtueller Ausblick aus dem Gebäude im Video

Alex Tipps zum The Shard in London

An meinem zweiten Tag war ich bereits beim Coca-Cola London Eye und bin eine Runde mit diesem Panorama Riesenrad mit meiner Frau gefahren. Da konnte ich schon einen Blick auf The Shard werfen. Ein beeindruckendes Gebäude und als ich dann etwas später die London Eye River Cruise Bootsfahrt[2] auf der Themse machte, kamen wir noch deutlich näher heran.

Die Spitze sieht schon beeindruckend aus und ihr habt hier die Möglichkeit hoch zu fahren und für 25,95 £ hinunterzuschauen. Allerdings haben wir das nicht gemacht, denn wenn ihr auf dem London Eye unterwegs wart, dann habt ihr fast den gleichen Ausblick und die gleiche Höhe. Nun gut vielleicht nicht ganz die gleiche Höhe, aber so viel anders wird der Ausblick von der Scherbe auch nicht sein. Uns war es zumindest keine Stunden Zeit wert und auch keine 50 £ nur um da oben zu stehen und rauszuschauen. Wäre ich nicht auf dem London Eye gewesen, dann hätte ich es wahrscheinlich gemacht.

Aber ich kann Euch nur empfehlen wenn er nur eins von beiden macht, dann geht auf jeden Fall zum London Eye zu gehen und genießt dieses tolle Erlebnis. Denn dieses Panorama Riesenrad mit einer Höhe von 135 m hat Panorama-Gondeln (siehe Foto) wo ihr in jede Richtung schauen könnte und die Fahrt macht wirklich Spaß. Direkt an der Themse gelegen und neben Houses of Parliament[3] mit dem Big Ben.

Natürlich freue ich mich auch über Eure Meinungen zum The Shard. Schreibt mir einfach in den Kommentaren.

Viele Grüße, Euer Alex

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Endnotes:
  1. 5 Sterne Hotel Shangri-La: http://www.shangri-la.com/london/shangrila/
  2. London Eye River Cruise Bootsfahrt: https://www.london-guides.com/sehenswuerdigkeiten/londoneye-rivercruise/
  3. Houses of Parliament: https://www.london-guides.com/sehenswuerdigkeiten/houses-of-parliament/

Source URL: https://www.london-guides.com/sehenswuerdigkeiten/the-shard/


Auf dem Leicester Square und Piccadilly Circus (Tag 1 am Mittag – Teil 3)

by Alex | Januar 31, 2017 12:48 pm

Und endlich sind wir da! Wir stehen direkt auf dem Leicester Square. Ziemlich viel los hier und natürlich fällt mir gleich in der Mitte des kleinen, begrünten Parks die Statue von William Shakespeare auf.

Von dieser hatte ich im Vorfeld schon gelesen. Die Statue von William Shakespeare steht in der Mitte vom Leicester Square Gardens seit 1874.

Denn dieser winzige grüne Park in der Mitte des Platzes ist der sogenannte Leicester Square Garden. Ich finde Garten ein wenig übertrieben, aber was soll’s. Irgendwas in London muss ja auch mal klein sein 🙂 Und um den Platz sind Restaurants und Cafés. Dazu ein Casino und ich sehe auch ein italienisches Restaurant.

Straßenkünstler auf dem Platz

Direkt auf dem Platz hat sich eine große Menschenansammlungen um einen Straßenkünstler gekreist. Er scheint eine lustige Show zu machen, denn die Leute lachen und applaudieren. Geile Atmosphäre muss ich sagen. Wenn Du bei uns in Stuttgart jemanden auf der Straße etwas machen siehst, dann ist es meistens einfach nur betteln. Eine Zeit lang hatten wir auch Frauen die mit vergammelten Kindern auf der Straße rumgesessen sind und die gehörten zu einer Straßenbande, die eine tolle Wohnung hatten aber mit ihren Kindern versucht haben Mitleid zu erregen. Wurde dann irgendwann auch von unseren Bürokraten durchschaut und nach Jahren später verboten.

Während ich noch darüber nachdenke warum das so ist, gehe ich näher ran mit meiner Frau um was zu sehen. Zum Glück bin ich 1,90 m groß und kann über die Menschenmenge schauen. Es ist ein Comedian, der wirklich eine lustige Show macht. Er bezieht das Publikum mit ein und anders wie bei uns machen auch einige mit.

Wir klatschen und lachen und schauen uns die Show 10 Minuten an. Da auch ein Straßenkünstler von irgendwas leben muss macht er dann eine Pause und stellt einen kleinen Behälter auf den Boden, in dem schon etwas Geld ist. Allerdings muss ich auch hier feststellen das zwar die meisten sich gut amüsiert haben, aber die wenigsten Geld reinschmeißen.

Vielleicht sind die Londoner ja auch so wie die Schwaben. Nur ein Spaß! Deswegen hohle ich zwei Pfund Münzen aus meiner Tasche und schmeiße die in den Behälter. Ist das jetzt zu wenig? Keine Ahnung. Allerdings habe ich vor das während meines London Aufenthalts öfters zu machen und deswegen denke ich sind zwei Pfund o. k..

Am anderen Ende vom Platz sehe ich schon den nächsten Straßenkünstler. Ein Tänzer, der einen Helm auf dem Kopf trägt und sich dann auf dem Kopf um die eigene Achse dreht. Und zur Musik in irrsinnigen Tempo rotiert. Ein Hammer! Ich würde schon nach der dritten Umdrehung vor Schwindel direkt umkippen. Aber er macht das fast 1 Minute geschätzt und dann steht dann ganz normal auf und reißt die Hände in die Höhe, um die Leute zum Klatschen zu animieren. Braucht er aber gar nicht weil alle schon schreien, gröllen und klatschen. Wir auch. Auch ihm schauen wir ein paar Minuten zu und schmeißen wieder ein paar Pfund in seinen Hut.

Auf den Fotos könnte ihr die beiden sehen.

M&M World

Direkt hinter dem zweiten Straßenkünstler fällt uns ein Shop ins Auge. Ein riesiger Glasbau in dessen Schaufenster laute lauter menschengroße M & M Figuren stehen. Als wir genauer hinschauen sehen wir das es die M&M World ist. Wahnsinn denke ich mir: M & M kenne ich nur aus der kleinen Packung im Supermarkt. In London gibt’s dazu einen Store mit mehreren 1000 m². Denn als wir reingehen sind wir schon wieder „geflashed“.

Riesige Figuren mit englischen Flaggen in der Hand, aber auch Flaggen aus Deutschland, Schweiz und Kanada etc. Man will ja auch was an die Touristen verkaufen 🙂

M&M Figuren und ein Buss

Drinnen stehen Busse im M&M Style gebaut und andere Figuren und Fahrzeuge. Überall glitzert und funkelt es und der Store ist wirklich geil gemacht. Ich frag mich so langsam warum es sowas bei uns in Deutschland nicht gibt. Zumindest nicht in diesem Ausmaß. Bei uns sind die Sachen immer ein bisschen nüchterner angelegt. Bei uns würde vor so einem Ausstellungsstück ein Schild stehen mit einem Aufdruck: „Nicht berühren, bei Nichtbeachtung erfolgt Anzeige„, oder so was ähnliches. In London kannst Du dich in den Buss reinsetzen und anfassen wie Du willts. Viele machen Fotos mit Ihren Kindern im Buss.

Vielleicht stimmen ja die Vorurteile. Wir Deutsche sind vielleicht ein bisschen prüde und langweilig. Aber vielleicht liegt es auch am Geld. Wir neigen ja ein wenig zum Geiz mal und solche Sachen kosten einfach viel Geld. Da muss man auch mal einfach geniessen und den Verstand abschalten. Natürlich ist es nur Show, aber eben eine geile Show. Davon werde ich in London noch viel haben, wie sich später rausstellt.

Wahrscheinlich ist es aber viel einfacher: wenn Du eine Stadt hast mit so vielen Menschen, dann lohnt sich eine solche Investition eben auch. In kleineren Städten lohnt es sich wahrscheinlich nicht. Außerdem sind hier verdammt viele Touristen jedes Jahr und Touristen neigen ja dazu für jeden „Scheiß“ Geld auszugeben. Denn man ist einfach in einer guten Stimmung, so wie ich jetzt auch. Allerdings stehe ich nicht auf M&M’s – sorry – und deswegen verlassen wir den Laden, um kurz darauf schon auf dem Piccadilly Circus zu stehen.

Der Piccadilly Circus

Wenn man vom Leicester Square die Coventry Street entlang läuft dann kommt man direkt zum Piccadilly Circus. Das war ja eines unserer Ziele, um dann wieder zurück zu unserem Hotel zu laufen.

Inzwischen sind wahre Menschenmassen unterwegs, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Nur zur Info: Hier entspannt entlang schlendern ist eigentlich gar nicht drin. Ich und meine Frau sind tiefenentspannt, aber dadurch das die Leute links und rechts an Dir vorbeirennen bist Du ständig irgendwie auf der Flucht. Wenn Du kurz anhalten willst, um beispielsweise ein Foto zu machen oder Dir einfach nur etwas anzuschauen, dann musst Du fast wie aus einer Rennschlange nach rechts heraustreten, um nicht überwalzt zu werden.

Ein guter Trick ist übrigens sich hinter einer typisch roten Telefonzelle zu stellen, weil dann die Menschenmassen ja nicht über deinen Weg laufen können. Das gleiche gilt für Laternen und ähnliche Vorrichtungen. Während ich die Fotos vom Piccadilly Circus mache, stehe ich direkt vor einer Touristentafel.

Ripley’s Believe it or Not! in London

In einem Café habe ich mir noch kurz einen Cappuccino to Walk gekauft. Bei uns heißt das immer „to go“, aber hier in London habe ich das jetzt schon öfters gesehen „to Walk“.

Mit den unterschiedlichen Münzen komme ich noch nicht so ganz klar, aber es wird bestimmt besser werden. Deshalb zahle ich jetzt meistens mit Scheinen, die sind mir klarer 🙂 Aber irgendwann will ich natürlich auch das Kleingeld ausgeben.

Während ich den Cappuccino trinke und meine Frau einen Donut ist, schauen wir uns den Piccadilly Circus genauer an. Wir stehen direkt vor dem ziemlich bekannten Ripley’s Believe it or Not!.

Das gibt es übrigens auch in anderen großen Städten. Nachdem wir ein wenig rumgeschaut haben gehen wir kurz in das Ripley’s Believe it or Not![1] rein, um uns mal umzuschauen. Das ist so ein eine Art Vergnügungspark habe ich gelesen. Als ich reinkomme sehe ich einen total geil verzierten Mini Cooper. Natürlich habe ich Euch davon gleich ein Foto geschossen.

Der steht direkt im Eingangsraum vor dem Ticketschalter. Die Freiheitsstatue auf der Motorhaube macht jetzt nicht so viel Sinn in London, aber die gibt’s halt auch in New York. Auf dem Foto kommt es nicht so cool rüber, wie es Live aussieht. Er glänzt und funkelt wie verrückt. Für mehr interessieren wir uns allerdings nicht, da wir noch so viel vorhaben und eben nicht alles machen können. Deshalb gehen wir wieder raus, um weiter zu gehen.

Vor einem Gebäude gegenüber, Little Britannia steht über dem Eingangstür, tanzt ein als Londoner Karikatur verkleideter Unterhalter mit einer England Flagge herum und versucht die Menschen zu animieren dort hinein zu gehen. Muss englischer Humor sein denke ich mir, der ja bekanntermaßen etwas anders ist. Sieht skurril aus, ist aber irgendwie auch witzig. Aber da ich selber einen tiefschwarzen Humor habe fühle ich mich mit den Engländern vielleicht doch etwas verbunden. Später bei meinem London Aufenthalt sollte ich noch feststellen wie schwarz der Humor der Briten wirklich ist 🙂

Aber dazu später mehr…

Zeit zum Hotel zu gehen

Inzwischen ist es kurz vor 14:00 Uhr und wir beschließen jetzt nicht mehr so zu trödeln, sondern vom Piccadilly Circus aus, über die Regent Street wieder zu Oxford Street hoch zu laufen. Unser Plan ist nämlich schon vor 15:00 Uhr wieder bei unserem Hotel – The Cumberland – zu sein, um endgültig einzuchecken und uns ein wenig auszuruhen.

Meine Fußsohlen brennen und meine Füße tun weh. Zu meinem Glück geht es meiner Frau nicht viel anders. Außerdem sind wir inzwischen ein wenig müde, weil wir schon um morgens um 4:30 Uhr aufgestanden sind. Geschlafen haben wir nicht viel, weil wir beide ein wenig aufgeregt waren. Liegt wahrscheinlich am Alter 🙂

Über die Regent Street wieder zu Oxford Street

Deshalb gehen wir gerade über den Piccadilly Circus und laufen die Regent Street entlang. Diese ist mindestens genauso beeindruckend wie die Oxford Street und ist gesäumt von historischen, riesigen Gebäuden, die architektonisch wahrscheinlich jeden Architekturstudenten zum kreischen bringen würden. Mich beeindrucken sie auch. Die ganze Stadt hier riecht förmlich nach Historie und langer Tradition.

So langsam schwand mir warum die Engländer noch so traditionell sind. Sie haben einfach sichtbare Geschichte. Und das sieht man heute auch noch in der Stadt. In unserem Land wurde ja so ziemlich alles zerbombt im Zweiten Weltkrieg und deswegen haben wir diese Masse an historischen und wahnsinnig beeindruckenden, phänomenalen Gebäuden nur noch in Ausnahmefällen. Tja, selber schuld.

Zum Glück ist hier nicht alles zerbombt worden denke ich mir, während ich so durch die Straße flaniere. Merkwürdiger Gedanke eigentlich. Wie ich darauf komme ist mir jetzt auch schleierhaft.

Doch noch ein wenig Shopping

Da wir an einem Superdry vorbei laufen schaue ich mal kurz rein. Die T-Shirts von denen gefallen mir nämlich sehr gut. Zu meinem Leidwesen finden sich dann noch viele weitere interessante Geschäfte auf dem Weg, denen nicht mal meine Frau widerstehen kann. Also landen wir im Burberry, Hollister und noch ein paar anderen bekannteren Geschäften.

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann wieder bei der Oxford Circus Station auf der Oxford Street angekommen. Da wir überhaupt keine Lust mehr haben jetzt noch zurück zum Hotel zu laufen gehen wir in die Station rein und fahren mit der Central line bis zur Marble Arch Station. Sind ja nur zwei Stationen.

Endlich die Füsse hochlegen :=)

Heilfroh endlich wieder bei unserem Hotel zu sein gehen wir zum Check in und danach auf unser Zimmer. Das Personal hier im The Cumberland ist wirklich super freundlich zu uns und das trotz meines gebrochenen Englisch. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die nette Mitarbeiterin beim Check in begeistert war, dass ich mit ihr auf Englisch quatschen konnte. Zumindest probiere ich es. Das meiste versteht sie offenbar auch und antwortet mir.

Ich bin froh das ich ein bisschen Englisch kann, wenn ich ehrlich bin. Denn sonst hätte ich wahrscheinlich ein Zimmer über der Baustelle bekommen – ohne Fenster. So machte sie sich die Mühe und sucht uns ein Zimmer raus, mit Fenster nach außen (gibt’s wohl auch Zimmer ohne Fenster nach außen) was sie mir auf dem Lageplan des Hotels erklärt. Ich bedanke mich und frage ob sie nicht ein Zimmer zur Great Cumberland Pl. hat mit Fenster. Sie sucht ohne Witz ein paar Minuten danach und dann hat sie eins für mich gefunden. Ich bin ja echt dankbar, da der Lärmpegel ja hier sowieso enorm hoch ist. Aber dazu später noch mehr.

Jetzt legen wir uns erst mal aufs Bett und ruhen uns aus 🙂

Nachher gehts gleich weiter…

Endnotes:
  1. Ripley’s Believe it or Not!: http://ripleyslondon.com/

Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/leicester-square/


Mein London Reisebericht – Nach Soho und Chinatown (Tag 1 am Mittag – Teil 2)

by Alex | Januar 15, 2017 6:19 pm

Da wir jetzt doch schon einige Zeit geradeaus auf der Oxford Street laufen schauen wir nach links, geradeaus und nach rechts und entscheiden uns nach rechts in die Charing Cross Road zu laufen, nachdem wir einen Blick in unseren Stadtplan geworfen haben.

Unser Plan ist diese Straße nach unten weiterzulaufen und dann zum Leicester Square, dann zum Piccadilly Circus und über die Regent Street wieder zurück zum Hotel.

Die Straßen werden jetzt immer voller, da es jetzt auch schon Mittagszeit ist und man merkt, dass mehr Menschen auf die Straßen strömen. Die ganz großen Shopping Häuser sind jetzt nicht mehr zu sehen, sondern eher kleinere Geschäfte.

Ein Theater auf der linken Seite fällt mir ins Auge. Es ist das Phoenix Theatre.

Die Füße schmerzen so langsam …

So langsam tun mir etwas die Füße weh und ich bin froh das ich mir neue, luftgepolsterte Turnschuhe gekauft hatte bevor wir abgeflogen sind. Ein Stück weiter unten ist vor einem anderen Theater ein großer Menschenauflauf und vor dem Theater stehen ein paar Menschen und bieten Werbung an.

Harry Potter and the Cursed Child Parts 1 and 2 in London

Harry Potter and the Cursed Child steht in großen goldenen Buchstaben über dem Eingang des Palace Theatre.

Da fällt mir natürlich wieder ein, dass wir ja in der Stadt von Harry Potter sind. Wir haben uns ja aus Deutschland auch bereits Tickets für die Harry Potter Studio Tour gekauft. Die ausgedruckten Tickets haben wir im Hotel. Das hier Theaterstücke aufgeführt werden mit Harry Potter war mir allerdings nicht klar.

Hätte ich mir aber eigentlich denken können, da ja immer alles kommerziell ausgeschlachtet wird was erfolgreich ist. Interessiert schauen wir uns kurz an was hier abläuft, stellen dann aber fest dass es nur Flyer sind die verteilt werden und so gehen wir weiter Richtung Leicester Square.

Vorfreude auf die Warner Bros. Studio Tour mit der Harry Potter Ausstellung

Allerdings freue ich mich schon insgeheim auf unsere  Harry Potter Warner Bros. Studio Tour am Mittwoch. Wir hatten sogar Glück, dass wir überhaupt noch Tickets bekommen haben, weil wir natürlich naiv wie wir waren erst zwei Wochen vorher online gebucht haben. Da gab es nur noch den Termin Mittwoch 16:30 Uhr. Alles andere war schon ausgebucht. Also früh buchen wenn ihr da rein wollt.

In Soho nach Chinatown

Vielleicht 100 m später fallen uns bei einem Blick nach rechts in eine Straße bunte, chinesische Kong-Ming-Laternen auf. Diese sind an Schnüren über die Straßen gezogen. Sie leuchten in den Nationalfarben Chinas, vor allem rot 🙂 Natürlich macht uns das neugierig und wir laufen in diese Straße hinein.

Wir sind fasziniert. Ich war zwar noch nie in China, aber ungefähr so stelle ich mir es vor. Kleine chinesische Geschäfte säumen die Straße und geschäftiges Treiben der Besucher und Geschäftsleute. Wie der Name schon vermuten lässt sieht man viele Chinesen, vor allem in den Geschäften.

Mir ist natürlich sofort klar das wir uns im Stadtteil Soho befinden müssen, in dem auch das weltberühmte Chinatown zu finden ist.

Einen chinesischen Snack könnte ich noch vertragen!

Und auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Hier müsste unbedingt einmal hingehen und in einem der chinesischen Restaurants etwas essen. Jetzt habe ich zwar schon die Fish and Chips gegessen, aber ich sag zu meiner Frau, dass wir hier auf jeden Fall noch mal herkommen und in einem der chinesischen Restaurants essen. Die Geschäfte sehen wunderschön aus und man fühlt sich tatsächlich in ein anderes Land versetzt.

Das meisten Läden scheinen chinesische Restaurants zu sein, so zumindest mein erster Eindruck. Dazwischen einige Pubs, so wie man sich einen klassischen Londoner Pub vorstellt. Viele Cafés und auch einige Geschäfte, die offenbar klassische chinesische Heilkräuter und Medizin anbieten. Wir laufen fasziniert durch die Gassen von Soho und dann auch von Chinatown, nachdem wir uns mehrfach unserer Karte neu orientieren müssen. Hier kann man sich wirklich verlaufen.

In Deutschland wäre das sicher nicht möglich: Alles verboten bei uns 🙂

In vielen Schaufenstern hängen gebratene Enten, was für mich erst mal etwas überraschend war. Schon meldet sich der Deutsche wieder zu Wort und denkt darüber nach wie das wohl mit deutschem Lebensmittelrecht vereinbar wäre. 🙂 Naja die Deutschen spinnen halt auch! Für alles eine bürokratische Regel und überhaupt nichts menschliches mehr. Ich finde es wunderbar hier und bin dankbar einen neuen Eindruck zu bekommen.

Vielleicht sollte man doch öfters mal in eine neue Kultur gehen, anstatt auf Mallorca und in der Toskana am Strand zu brutzeln. Nichts gegen den Strand, aber so neue kulturelle und gesellschaftliche Eindrücke bringen ein wahrscheinlich von der Persönlichkeit weiter, denke ich mir so während ich durch diesen faszinierenden Stadtteil von London mit meiner Frau laufe. Natürlich quatschen wir die ganze Zeit was wir so sehen und es macht wirklich Spaß. Auch wenn mir die Füße langsam wirklich wehtun. Egal. Man ist ja schließlich nicht jeden Tag in London.

In den chinesischen Krämermarkt

Da ich inzwischen richtig Durst habe gehen wir in einen dieser chinesischen Krämermärkte und kaufen uns etwas zu trinken. Also Krämermarkt ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es sind eher so Mischungen aus Supermarkt und Krämermarkt. Sehr witzig und es arbeiten auch fast nur Chinesen hier. Die Preise sind hier übrigens auch besser. Die Cola die ich mir auf der Oxford Street gekauft habe, hat mehr als doppelt soviel gekostet.

Auf der Suche nach dem Leicester Square

Ein wenig weiter schauen wir in die Karte um wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt auf die Charing Cross Road zu kommen. Denn wir wollen ja unbedingt zum Leicester Square und die Orientierung ohne Karte ist uns hier bis jetzt überhaupt nicht möglich und deswegen schauen wir öfters mal rein. Manchmal schmeiß ich auch mein Handy an und schaue in der Google Map wo wir gerade sind.

Ist auch ganz praktisch muss ich sagen, auch wenn das dumme Ding heute irgendwie immer hängt. Ob es am Netz liegt oder an was anderem – keine Ahnung. Auf jeden Fall nervt es. Also braucht man doch noch eine klassische Touristen-Karte denke ich mir, während ich mich über mein Handy ärgere. Meine Frau lacht mich aus was ich mit meiner komischen Map auf dem Handy möchte. Hahaha 🙂

Naja, da hat sie jetzt ja zumindest mal recht. Während sie auf der Reiseführer Karte nachschaut wo wir hin müssen drücke ich verärgert auf meinem Handy rum, weil die blöde Map nicht laden will und mir meinen Standort nicht anzeigen möchte. Entnervt gebe ich auf und schaue auch in die Karte. Nachdem wir uns neu orientiert haben gehen wir wieder in einer anderen Straße auf den Rückweg und stehen plötzlich vor einem anderen chinesischen Geschäft.

Im Schaufenster liegen Teigwaren und andere Dinge, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Neugierig gehen wir in das Geschäft rein und suchen uns ein paar Sachen aus, die wir lecker finden. Zumindest sehen sie lecker aus. Und ich kann Euch sagen: Sie haben auch lecker geschmeckt. Denn während wir auf den „keine Ahnung was das ist“ herumkauen laufen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Vielleicht 200 m weiter stehen wir an der Leicester Square Underground Station (Tube)  und  laufen dann rechts rein um direkt zum Leicester Square zu kommen.

Weiter im Reisebericht: Am Leicester Square zum Piccadilly Circus

Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/nach-soho-und-chinatown/


Die Oxford Street- Mein London Reisebericht (Tag 1 am Mittag – Teil 1)

by Alex | Januar 4, 2017 9:05 pm

Endlich angekommen, denke ich mir, als ich am westlichen Ende der Oxford Street stehe. Also quasi direkt vor dem Eingang unseres Hotels. Also laufen wir einfach mal drauflos und schauen uns an was es hier so gibt denken wir uns, und machen uns auf den Weg.

Für Samstag um ca. 11:00 Uhr ist hier schon ganz schön was los, und ich bekomme einen ersten Eindruck von einer Weltstadt und ihre Einkaufsstraße. Was mir zuerst auffällt ist, dass die meisten Londoner ziemlich schnell durch die Gegend rennen. Ziemlich geschäftig die Leute hier, sage ich zu meiner Frau, während wir begeistert die ersten Eindrücke von London sammeln.

Endlich auf der Oxford Street

Die Oxford Street ist gesäumt von riesigen historischen Gebäuden, die in perfekt renoviertem Zustand sind. Eine Mischung von modernen Bauten und sehr alten, wunderschön verzierten Gebäuden. Mein Blick schwirrt eigentlich nur begeistert von rechts nach links in die Mitte und ich weiß gar nicht wo ich zuerst hinschauen soll. Die Londoner Busse, klassischen Londoner Taxis und die vielen Geschäfte.

Permanent fahren mehrere rote Busse an uns vorbei und das es so viele sind hätte ich nun nicht erwartet. Aber klar, wenn Du 8,5 Million Einwohner hast, dann brauchst Du schon ein paar Busse und Taxis mehr, als in einer kleineren Stadt. Außerdem hat London die meisten Touristen unter den Weltstädten. Hätte ich auch nicht gedacht, ist aber so. London hängt hier New York und Paris locker ab. Mit knapp 18 Million Touristen pro Jahr sind sie absoluter Spitzenreiter. Kein Wunder also, dass das städtische Nahverkehrssystem gut ausgebaut ist 🙂

Das Londoner Traditionskaufhaus Selfridges

Nach einigen 100 m fällt mir auf der linken Seite das mir schon bekannte Kaufhaus Selfridges auf. Schon der Eingang mit seinen riesigen Säulen und der reich verzierten Holztüre ist sehr beeindruckend. Sieht eher aus wie ein Museum, als ein Kaufhaus. Aber das hatte ich von London ja schon gelesen, dass einige Kaufhäuser hier schon Sehenswürdigkeiten sind. Dazu gehört auch das Selfridges auf der Oxford Street. Das noch bekanntere ist das Harrods, dass wir uns natürlich auch anschauen werden. Allerdings liegt das nicht auf der Oxford Street.

Natürlich sage ich gleich zu meiner Frau, dass wir hier unbedingt rein müssen. Auf ihre Einwände da können wir später noch rein, muss ich nur kurz lachen und sag dann das wir jetzt gleich reingehen. Ist doch ganz klar, dass wir die nächsten sechs Tage jede Menge interessante Sachen sehen werden und natürlich werden wir nicht noch mal hierher laufen. Zumindest nicht um dort rein zu gehen. Sicher kommen wir noch mal hier vorbei, aber dann eher mit dem Bus, Taxi oder Tube. Was man gleich anschaut, dass kann man schon mal genießen denke ich mir, während wir durch die große Holztür in das Selfridges reingehen.

Wunderschön – auch von innen

Der Eingangsbereich des weltbekannten Londoner Kaufhauses ist reich geschmückt mit Marmorsäulen, Verzierungen und edlen Böden. Überall stehen Verkäufer, die freundlich lächelnd Menschen beraten und bedienen. Uns zieht es gleich die Rolltreppe hinauf, weil dieser Bereich besonders schön verziert ist und wir einen Blick von oben nach unten haben möchten. Davon habe ich Euch natürlich ein paar Fotos eingestellt. Ihr findet sie in der Fotogalerie zu diesem Artikel.

Ich frage meine Frau, ob sie etwas kaufen möchte, aber sie ist auch sehr beeindruckt von der Kulisse und hat noch keinen Bedarf jetzt schon zu shoppen. Zum Glück denke ich mir, denn shoppen ist wahrlich nicht mein Ding. Außerdem bin ich ehrlich gesagt nicht nach London gekommen, um meine Zeit mit tagelangen Shopping-Eskapaden zu verschwenden.

Sorry, liebe Frauen, aber Männer haben normalerweise kein Bock auf sowas. O. k. die androgynen Hippster mit lila, eng-anliegender skinny Hose und Smoothie im to-go Becher vielleicht schon, aber Männer nicht. Zum Glück ist meine Frau auch keine Shopperin und sie langweilt das meistens auch. Ich hab mir halt eine Frau mit Grips ausgesucht, denke ich mir, als wir den Laden verlassen, um weiter die Oxford Street hochzugehen. Glück gehabt.

Der Disney Store – da musst Du rein 🙂

Kurz nachdem wir an der Tube Station Bond Street vorbeigegangen sind,sehen wir auf der linken Seite einen großen Disney Store. Von dem hatte ich auch schon gelesen und musste mir den natürlich gleich anschauen. Denn obwohl ich inzwischen schon 43 Jahre alt bin und meine Frau auch, können wir uns immer noch für die Disney Filme begeistern. Hat vielleicht was nostalgisches, aber ich muss da rein.

Einfach geil der Laden!

Ich glaub ich hab 50 Mal: „ist das geil…“ gesagt, während ich durch den Disney Store gelaufen bin. Auf den Fotos links und in der Galerie könnt ihr sehen warum. Eine lebensechte, große Kutsche wunderschön gemacht, in der die Kinder sich reinsetzen können und fotografieren lassen von ihren Eltern oder Begleitung.

Lebensgroße Figuren aus König der Löwen und anderen erfolgreichen Filmen von Disney. Der ganze Laden sieht aus wie ein Traum. Sowas habe ich bisher nirgends gesehen und weiß schon nach so kurzer Zeit in London, warum so viele Menschen von dieser Stadt schwärmen. Ich hab erst ein paar Gebäude und diesen kleinen Teil von der Oxford Street gesehen und ich bin schon begeistert. Und eigentlich bin ich nicht leicht zu begeistern. Vor allem nicht von Shops. Aber diese hier sind wirklich gemacht wie ein Erlebniszentrum.

Du kommst Dir eher vor wie einem Vergnügungspark, als in einem Laden. O. k. wir waren zwischendrin kurz beim H&M drin und der ist so wie in Deutschland. Ist natürlich nicht bei allen Geschäften so. Aber in Selfridges und jetzt auch im Disney Store kriegt man echt was geboten. Oder würde ich in Deutschland in einem Geschäft Fotos machen. Sicher nicht.

Ein paar Bilder vom Disney Store

Debenhams hat Tattoo Modell Kat Von D zu Gast

Ein paar Schritte weiter, sehen wir eine enorm lange Schlange vor einem anderen Kaufhaus.  Neugierig schauen wir mal was es da so gibt. Es ist das Debenhams – auch ziemlich bekannt – und heute ist sehr bekanntes Tattoo-Modell Kat Von D zu Gast. Ich weiß nicht, ob es da jetzt ein Tattoo umsonst gab oder was, aber da standen mindestens 500-1000 Leute vor dem Kaufhaus. Ich hab Euch natürlich ein Foto davon gemacht, damit ihr es mir auch glaubt. Die erste Londoner Schlange sozusagen 🙂

So langsam merke ich das ich Hunger habe. Es ist jetzt kurz nach eins und ich hab heut noch nichts gegessen. Frühstück ist ausgefallen, weil wir ja schon morgens früh um sechs zum Flughafen gefahren sind und ich war sowieso zu nervös um was zu essen.

Die ganze Zeit hatte ich schon geschaut, ob es hier irgendwo was zum Essen gibt. Aber zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich nichts direkt sah. Aber vor dem Debenhams sehe ich einen kleinen Cookie Store und ich hätte echt Bock jetzt auf ein oder zwei Cookies. Sowieso habe ich mir vorgenommen alles zu probieren was mir an Londoner Spezialitäten so unter die Finger kommt. O. k. Cookies sind jetzt vielleicht keine speziellen Londoner Spezialität, aber ich möchte die hier auf jeden Fall mal probieren. Deswegen laufen wir über die Straße zu dem kleinen Laden.

Ben’s Cookies – ein Traum von Cookie

O. k. meine Überschrift nimmt es vorweg: die Cookies bei Ben’s Cookies sind der Hammer. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht und kaufte mir erst mal zwei davon, weil diese Cookies sind riesig. Wenn Du einen davon isst, bist Du schon satt. So groß sind die.

Fish & Chips wäre jetzt gut

Endlich was zu essen, denke ich mir, während ich beim weiterlaufen mit meiner Frau den ersten Cookie esse. Allerdings hätte ich gern noch etwas warmes gegessen, da mir echt der Magen knurrt. Da es auf der Oxford Street selber kaum was gibt bis jetzt, kommt mir der Gedanke, dass die Mieten auf der besten Location natürlich viel zu teuer sind um dort ein Fish & Chips Restaurant aufzumachen.

Während wir also so noch die Oxford Street entlang laufen und auf uns wirken lassen, schau ich ab und zu mal in die Seitenstraßen rein, ob dort vielleicht ein typisches Fish & Chips Restaurant ist. Das will ich nämlich heute schon unbedingt ausprobieren.

Während wir die Oxford Street entlang laufen sehen wir Marken wie:

Kurz nachdem wir an der Oxford Circus Tube Station vorbeigelaufen sind habe ich Erfolg: ich schaue rechts in eine Seitenstraße und sehe direkt das Schild Fish & Chips. Ist auf der Poland Street, falls es jemand interessiert. Der Laden heißt Golden Union Fish & Chips. Ist wahrscheinlich eine Kette, ist mir völlig egal, denn ich habe Riesenhunger und will unbedingt Fisch und Chips ausprobieren.

Also gehen wir gleich mal rein und da hängt dann auch schon eine Riesentafel mit der Auswahl. „Take Away Menu“ steht links oben auf der Tafel und so gut ist mein Englisch dann schon das ich das verstehe.

Was das allerdings heisst, wusste ich nicht:

Keine Ahnung. Natürlich verstehe ich Small oder Large, aber die Bezeichnungen für die Fischarten, davon habe ich keine Ahnung. Natürlich hätte ich kurz googeln können, aber ehrlich gesagt habe ich in dem Moment überhaupt nicht dran gedacht. Also habe ich mich für einen Large Haddock entschieden. Falls ihr jetzt neugierig seid was das ist und ihr auch nicht klüger seid wie ich, das ist ein Schellfisch. Das andere wäre ein Kabeljau gewesen (Cod).

Large heißt hier auch Large – mein Fehler!

Mein Fehler war Large zu nehmen, aber wenn Du in Stuttgart Large sagst, dann bekommst Du halt eine normale Portion. Hier bekomme ich eine Riesen Box mit mega vielen Chips und einem riesigen Fisch obendrauf, der natürlich paniert und frittiert ist. Nach dem Cookie bin ich dann doch nicht mehr ganz so hungrig und ich frage mich wie ich diese Riesenportion essen soll, denn meine Frau hat mal wieder keinen Hunger. Na gut, deshalb ist sie ja auch so dünn. Wenn Du oft Hunger hast wie ich, dann ist das mit dem Dünnsein schwieriger. Obwohl ich mich ganz gut gehalten habe.

Hätte ich gewusst, dass das so eine Riesenportion ist, dann hätte ich mich ehrlich gesagt auch reingesetzt., Denn jetzt habe ich wie gesagt einen Riesenkarton in der Hand und ein Plastikbesteck. Also gehen wir aus dem Laden raus und setzen uns auf einen Bordstein in der Seitenstraße und Essen zu zweit die Portion. Meine Frau liebt eigentlich Pommes und deshalb natürlich auch die englischen Chips. Wir kriegen die Packung trotzdem nicht ganz leer und sind jetzt total voll gefuttert und gehen wieder zurück auf die Oxford Street, um weiter Sightseeing zu machen 🙂

Weiter zur Tottenham Court Station

Mit vollem Magen und total zufrieden laufen wir weiter auf der Oxford Street. Ich bin irgendwie in so einem Modus, wo ich einfach die Eindrücke sammle und auf mich wirken lasse.

Erst ein paar Stunden in London und schon sehr beeindruckt. Ich weiß es klingt ein wenig pathetisch, aber irgendwie ist mir in diesen wenigen Stunden ein Licht aufgegangen, warum London sich als Hauptstadt von Europa sieht. Versteht mich nicht falsch: Berlin ist auch eine schöne Stadt, aber mit London kann sie meiner Meinung nach schon auf den ersten Eindruck nicht mithalten.

Wir Deutschen neigen ja dazu uns immer für den Nabel der Welt zu halten, hier wird mir aber sozusagen unmittelbar klar, dass wir das keinesfalls sind. Jede Nation denkt wahrscheinlich von sich, dass sie besonders sind, aber hier schau ich der Realität ins Auge. Dieser Eindruck soll sich während meines gesamten London Aufenthaltes immer weiter verstärken. Diese Stadt ist einfach geil!

Während ich also gar nicht mehr aus dem Staunen herauskomme, sehen wir auf der rechten Seite eine neue Tube Station: Tottenham Court Roadstation steht auf dem Schild. Die Underground Schilder in London sind kaum zu übersehen. Sehr gut gemacht.

Weiterlesen: Nach Soho und Chinatown[1]

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Endnotes:
  1. Nach Soho und Chinatown: https://www.london-guides.com/reisebericht/nach-soho-und-chinatown/

Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/oxford-street-tag1mittag/


Zum The Cumberland Hotel im Zentrum von London beim Marble Arch (Tag 1 am Morgen – Teil 5)

by Alex | Dezember 25, 2016 9:35 pm

Von Londoner Flughafen Heathrow ins Zentrum von London kommst Du mit der Piccadilly line. Diese fährt direkt vom Flughafen ins Zentrum und dort kannst Du umsteigen in Deinen weiteren Anschluss. Natürlich hast Du jede Menge Stationen auf dem Weg und die Fahrt bis nach Holborn (das war unsere Station wo wir in die Central line umsteigen mussten) dauerte dann auch ca. 50 Minuten. Also ziemlich lang.

Aber wir hatten ein Sitzplatz und es war eigentlich ganz gut. Was mir gleich auffiel war, dass die Tube im Vergleich zu deutschen S-Bahnen doch recht schmal sind. Das liegt wie ich inzwischen weiß daran, dass die Tunnel in denen die U-Bahnen fahren, relativ schmal gebaut wurden und nun keinen Platz mehr bieten um größere Wagen einzusetzen. Übrigens sprechen die Londoner immer von der Tube, das ist sozusagen die U-Bahn in London und fährt im Underground durch die ganze Stadt, mit mehreren Linien.

Das ganze wackelt auch ganz kräftig und ist im Großen und Ganzen nicht ganz so komfortabel, wie vielleicht jetzt in einer deutschen S-Bahn, aber dafür ist das System echt viel besser und praktischer. Es hat halt nicht alles nur Vorteile und Nachteile, sondern es ist halt immer alles relativ. Was die Vorteile sind, darauf komme ich später noch mal zurück oder Du liest meinen Artikel über die Tube in London.

Ein paar schnelle Blicke auf Vororte von London

Während der Fahrt schauen wir natürlich ein bisschen raus, weil ein Großteil des Weges fährt die Piccadilly line nicht im Untergrund, sondern oben. Ein paar Londoner Vororte kann man kurz sehen und die Häuser sehen teilweise echt aus wie in einem Harry Potter Film. Voll das Klischee 🙂 Aber es stimmt: diese kleine Reihenhäuschen in London sind schon witzig.

Sehr gutes U-Bahn System

Nach ca. 50 Minuten sind wir dann an der Holborn Station in London angekommen und springen aus der Tube raus, um zur Central line zu laufen. Und jetzt merke ich zum ersten Mal wie geil das System hier überhaupt ist. In Deutschland müsstest Du jetzt irgendwo schauen auf welches Gleis Du laufen musst und wohin. Oft sind die Fahrpläne erst auf den Gleisen und dann musst Du suchen welche Treppe denn nun passt (In Stuttgart Bad Cannstatt ist das echt so).

Also eigentlich total schwach gemacht. Irgendwo hängt dann noch ein großer Fahrplan, wo Du schauen kannst welche S-Bahn Linie, also bei uns in Stuttgart S1, S2 und S3 usw., wohin fährt. Praktischerweise steht dann aber hier nur die Endhaltestelle. D.h. Du müsstest wissen welche S-Bahn Linie und welche Endstation Du brauchst. Kann man nicht mal von einem Einheimischen immer erwarten, der mal eine neue Strecke fährt, und schon gar nicht von einem Touristen, der aus dem Ausland ist, das System nicht kennt und natürlich auch kein Deutsch kann.

In London haben sie das echt geil gelöst und zwar so, dass wenn Du aus der Tube steigst auf diesem Bahnsteig sofort Schilder sind, die Dir den richtigen Weg zeigen und zwar ohne das Du irgendeine Ahnung hast. Du musst im Prinzip nur wissen zu welcher Haltestelle Du willst und welche line dahin fährt. Aber Du musst Dir keine Gedanken über mögliche Endhaltestellen machen oder in welche Richtung Du fahren musst, denn das ist wirklich super intuitiv dargestellt.

Wir steigen also aus der Tube aus und sehen sofort ein Schild zur Central line. Wir wissen ja, dass wir mit der Central line fahren müssen, also folgen wir diesen Schildern. Und die sind wirklich an jedem Gang. Und wer die Tube in London kennt, der weiß, dass diese Gänge teilweise recht lang sind und Du oft mehrmals abbiegen musst.

Aber an jeder Abzweigung oder auch wenn Du geradeaus willst, ist ein Schild wo genau dran steht zu welcher Linie es ihr geht oder wo es rausgeht.

Oje, sind die Londoner schnell…

Rausgehen heißt ihr „Way out„. Du kannst Dich also gar nicht verlaufen, sondern folgst einfach immer den Schildern. Teilweise läufst Du da nämlich 5 Minuten bist Du aus einer Station draußen bist, so groß sind die. Du läufst dann durch so schmale, enge Gänge und es ist eigentlich recht witzig. Witzig deshalb, weil die Londoner echt ein anderes Tempo vorlegen wie bei uns daheim. Und jetzt erzählt mir nicht was von Stuttgartern und lacht 🙂

Ich war schon länger in Berlin und ich war schon in Hamburg und in all den tollen Metropolen in Deutschland 🙂 und die Leute sind im Vergleich zu den Londonern absolute „Schnarchennassen“. Die Londoner haben ein Tempo drauf, das ist unglaublich. Also, dass Du nicht von hinten überrannt wirst, ist ist auch alles. Es kann übrigens schon passieren, dass Du mal irgendwie einen Ellbogen in den Rücken bekommst. Denn wenn Du beispielsweise links auf der Treppe stehst – oder irgendwo links im Weg stehst – dann wirst Du recht direkt angegangen, was Du aber wissen musst. Überall steht rechts stehen, links gehen und wenn Du das nicht beachtest, dann wird Dir das schnell bewusst.

Rechts stehen, links gehen…

Ich hab es natürlich schon gewusst und stand dann auch immer rechts. Und dann rennen die Londoner halt links an Dir vorbei und besonders krass ist es auf Rolltreppen in der Tube. Die Londoner stehen wirklich alle rechts (siehe Foto). Da wirst Du keinen links stehen sehen.

Für die Deutschen ist das natürlich besonders schwer. Bei uns ist es ja eher so, dass jeder Depp auf der Autobahn auf der linken Spur fährt. Egal ob unbegrenzt ist oder nicht. Der Deutsche fährt auf der linken Spur und blockiert alle. Und wenn dann jemand ein bisschen drängelt, dann bleibt erst recht links und bremst dann noch ab. Das kannste hier vergessen. Wenn Du links stehst und denkst Du bist der harte Mann, dann wirst Du schnell feststellen das Du das nicht bist. Denn da rennt auch die 80-jährige Oma auf Dich drauf und rempelt Dich an. Also wirst Du ganz schnell lernen rechts zu stehen. Ein echter Beweis für sozialen Gruppendruck.

Ab zur Central line nach Marble Arch

Wir sind also direkt den Schildern zur Central line gefolgt und dann war da ein Riesenschild, wo Du genau sehen konntest auf welches Gleis Du musst: also rechts oder links, um nach Marble Arch zu kommen. Besser geht’s nicht. Wenn Du umsteigt musst Du auch nichts mehr tun, denn Du wirst beim Eintritt in die Tube schon über Deine Oyster Card registriert. Und wenn Du das U-Bahn System verlässt, dann ziehst Du wieder deine Oyster Karte beim Drehkreuz über das Terminal und fertig.

Pret a Manger – direkt in unserem Hotel

Mit der Central line fahren wir dann noch ein paar Stationen bis zur Station Marble Arch. Hier ist nämlich unser Hotel: „The Cumberland„. Das Hotel kann ich Euch übrigens sehr empfehlen. Wirklich ein schönes Hotel, direkt am Anfang der Oxford Street und am Hyde Park gelegen und die U-Bahn Station direkt vor der Tür.

Keine 20 m um die Ecke und Du bist in der Tube. Direkt vor dem Hotel gibt es noch ein Pret a Manger, wo es echt super leckere Sandwiches gibt und Du Deinen morgendlichenn Cappuccino, Latte oder Expresso kaufen kannst. Der Laden ist immer sehr voll und alles gibt’s auch zum mitnehmen.

Übrigens kann ich Dir die Sandwiches nur wärmstens empfehlen. Die sind total frisch und schmecken echt geil. Bezahlbar sind sie auch, denn meine haben immer so 3,50 £ gekostet. O. k. grundsätzlich muss man natürlich sagen, dass London schon eine teures Pflaster ist. Aber das Zeug ist echt günstig. Wenn Euch 3,50 £ und 2,50 £ für einen Kaffee schon zu teuer sind, dann bleib lieber zu Hause.

London ist teuer

Denn dann wollt ihr hier nicht hin 🙂 Normal essen gehen kannst Du hier nicht für 30 € (zu 2) wie in Deutschland. Selbst wenn Du nur in einem Fastfood-Restaurant Fish & Chips essen gehst, mit einem Getränk pro Person, bist Du locker 40 £  bis 50 £ dabei. Das sind ungefähr 50 € bis 60 Euro momentan. Und wir reden hier von „Fish and Chips“ und nicht von irgendeinem Steak. Wenn Du als zu 2 essen gehst, dann rechne mal so 70 bis 80 £ ein. Also ca. 100 €.

Aber Du gehst ja nicht nach London um zu sparen, sondern Du gehst nach London um mal was Neues zu erleben. Deshalb haben wir natürlich alles ausprobiert. Nicht egal was es kostet, denn wir haben auch nur ein Budget, aber auf das Geld haben wir nicht so geschaut.

Denn wie gesagt: dann musst Du nicht nach London kommen. Jede Sehenswürdigkeit hier kostet richtig Geld. Also für ein paar Euro kannst Du nicht viel machen. Beispielsweise zahlst Du für das London Eye pro Person 25 £. Das sind 30 Minuten. Genauso ist es natürlich auch mit den anderen Sehenswürdigkeiten: Madame Tussauds, Harry Potter Warner Bros Studios usw. Das kostet richtig Geld, wenn Du hier einiges machst.

Und solltest Du noch gerne shoppen gehen, dann kann’s richtig teuer werden. Ich sag nur Old Bond Street und New Bond Street 🙂

Wenn Du nicht weißt was das ist, dann lass Dich überraschen. Das wirst Du Dein Leben nicht vergessen! Verspreche ich Dir. Außer Du gehörst natürlich zu den oberen 10.000, dann verzeih mir. Dann ist das für Dich nichts Besonderes, oder vielleicht doch?

The Cumberland – unser Hotel mitten an der Oxford Street und am Hyde Park

Das Hotel The Cumberland liegt direkt am Anfang der Oxford Street, an der oberen rechten Ecke, also an der nordöstlichen Ecke des Hyde Parks (wie es übrigens auch dies billiger komme) und ist ideal, damit man auch abends mal zu Fuß durch das Londoner Zentrum flanieren kann.

Der Check-in im The Cumberland war schnell und unkompliziert und die Mitarbeiterin am Empfang war sehr freundlich. Da wir ja schon um 7:40 Uhr geflogen sind, waren wir bereits um ca. 11:00 Uhr beim Hotel. Frühester Check-in war allerdings um 15:00 Uhr, was ja absolut normal ist. Das The Cumberland bietet einen kostenlosen Gepäcksaufbewahrungsservice an, auf dem mich die Mitarbeiterin dann gleich aufmerksam gemacht hat.

Zimmer schon frei?

Erst hat sie allerdings freundlicherweise noch geschaut, ob ein Zimmer bereits jetzt verfügbar gewesen wäre. Das ist halt immer dann der Fall, wenn die Gäste davor früher abreisen und das Zimmer schon geputzt worden ist. Allerdings hatte ich kein Glück, denn da wo die Zimmer die schon frei gewesen wären, lag leider an einer Stelle wo unten eine Baustelle ist. Denn zu dieser Zeit war auf der Oxford Street eine Baustelle direkt vor dem Hotel. Aber irgendwann musst Du bauen, sage ich mir immer und verstehe nicht wie sich Menschen über öffentliche Baustellen vor einem Hotel beschweren können. Oder wollen sie ein Loch in der Straße?

Nein, was soll ich mich aufregen. Dumme sterben nie aus 🙂 Sie war sehr freundlich und hat uns gleich darauf aufmerksam gemacht. Und ich hab dann auf das Zimmer verzichtet. Dann hat sie uns ein Zimmer direkt an der anderen Seite des Hotels gegeben, wo keine Baustelle ist.

London ist eine schnelle und laute Stadt

Allerdings kann ich Euch aus Erfahrung jetzt sagen, dass dies überhaupt nicht so relevant ist. Denn London ist eine sehr, sehr laute Stadt. Du kannst hier im Prinzip nicht das Fenster aufmachen, wenn Du direkt im Herzen Londons wohnst. Da ist so dermaßen was los, dass die Lautstärke echt Wahnsinn ist. Die Londoner haben echt Aktion: ein permanentes Gehupe der Taxis in London und anderer Fahrzeuge, ein Geschreie der Menschen, Straßenverkehrslärm, Baustellen usw. – in London absolut normal. Deshalb haben wir das Fenster immer mal kurz zum Lüften aufgemacht, wenn wir weg waren (was wir den ganzen Tag waren) und erst dann beim Schlafen immer zu gehabt.

Macht aber nichts, denn das Hotelzimmer hatte eine gute Lüftungsanlage mit Klimatisierung. Ein bisschen Lärm ist halt normal in einer Weltstadt. Im Vorfeld hatte ich die Rezensionen und Bewertungen auf Expedia und Co. mir angeschaut und bin immer wieder auf diese Beschwerden gestoßen, dass es sehr laut war im Zimmer, wenn man das Fenster aufmacht. Das ist sehr intelligent. Du bist also in einer Weltstadt, direkt an den großen Hauptstraßen in London, und beschwerst dich dann, dass es laut ist wenn Du das Fenster aufmachst?

Entschuldigung, das ist ungefähr das Dümmste was ich je gelesen habe. Ich werde nie verstehen, wie man sich darüber beschweren kann. Das ist ungefähr so wie wenn Du im Meer schwimmen gehst und Dich dann beschwerst, dass es nass ist.

Kostenloser Gepäcksaufbewahrungsservice beim Concierge

Die nette Mitarbeiterin hat uns dann ein Zimmer gegeben, aber wir konnten natürlich erst um 15:00 Uhr da einziehen. Deswegen hat sie uns gegenüber gezeigt, wo wir unser Gepäck abgeben können und dann konnten wir noch in die Stadt gehen. Der sehr freundliche Concierge hat unser Gepäck gekennzeichnet und uns einen Bestätigungszettel dafür mitgegeben.

Nachdem wir unser Gepäck beim Gepäcksaufbewahrungsservice von unserem Hotel The Cumberland abgegeben haben, machen wir uns auf um endlich auf die Oxford Street zu gehen. Das Hotel liegt direkt am Hyde Park und der Marble Arch Tube Station. Direkt vor dem Ausgang des Hotels ist das Marble Arch Monument aus weißem Carrara-Marmor.

Sehr schön anzusehen und ich muss sagen ein gut gewähltes Hotel. Denn auch von innen ist es sehr ansprechend und modern und das Zimmer ist absolut in Ordnung. Nach einigen Erfahrungsberichten im Internet hatte ich schon Angst ich lande in einer Sardinenbüchse ohne Fenster 🙂 Das ist hier nicht der Fall. Gut wir haben darauf geachtet, dass das Zimmer etwas größer ist, in unserem Fall sind das 16 m², da viele Billighotels mit 8 m² Hotelzimmern aufwarten und uns das dann doch etwas zu klein ist.

Die Oxford Street ist wahrlich beeindruckend

So sind wir sind frohen Mutes losgezogen, um zuerst einmal die Oxford Street zu erkunden. Und der erste Eindruck hat mich echt gleich beeindruckt: das Leben und die Intensität auf den Straßen war an diesem Samstag um 11:00 Uhr schon so intensiv und laut, dass ich es einfach nur geil fand.

Gleich zahlreiche rote Londoner Doppeldecker-Busse, gefühlt hunderte Londoner Taxis in ihrem typischen Aussehen und tausende und abertausende von Menschen auf der Oxford Street. Und das um 11:00 Uhr. Wenn Du in Stuttgart um 11:00 Uhr in die Stadt gehst, dann ist da nicht viel los. Also wirklich ein Wahnsinn. Also sind wir ein wenig die Straße hochgelaufen und haben uns mal in ein paar Läden umgeschaut.

So machen wir uns auf den Weg in die Oxford Street…

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Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/ab-ins-zentrum-london/


Ankunft in London am Flughafen Heathrow (Tag 1 am Morgen – Teil 4)

by Alex | Dezember 22, 2016 8:27 pm

Um kurz nach 9 Uhr ist unser Flugzeug dann in London auf dem Heathrow-Airport gelandet und zwar an Terminal 2. Aufgeregt sind wir aus dem Flieger raus und durch die üblichen Flughafen Bereiche, danach unser Gepäck abgeholt und gleich weiter gelaufen zum Touristik-Informations Center.

Im Internet hatten wir gesehen das direkt am London Heathrow Flughafen ein Travel Information Center ist. Warum Du das brauchst? Du brauchst es nicht, aber wenn Du wie wir eine Oyster-Card kaufen willst, dann kannst du’s da tun. Und wir hatten uns im Vorfeld bereits dafür entschieden eine Oyster-Card zu kaufen und keine Travelcard. Warum wir das getan haben? Bei der Oyster-Karte hast Du eine Prepaid Karte, mit der Du fast alle öffentlichen Verkehrsmittel in London benutzen kannst.

Du kannst die:

benutzen. Eigentlich also alles und ich hab kein öffentliches Verkehrsmittel gesehen, wo Du keine Oyster-Card verwenden kannst. Du musst diese Karte bei Fahrten an an eine gelbes Terminal (passenger validators) halten an den Ein- und Ausgängen der Tube (entry & exit gates) und dann wars das schon. Im Bus sind die auch und natürlich auch an den anderen Verkehrsmitteln. Auf meinem Foto kannst Du die Gates sehen an einer U-Bahn Station.

Die sind überall und Du kommst überhaupt nicht in die Londoner U-Bahn rein ohne durch ein Drehkreuz mit einem solchen gelben Terminal zu laufen. In dem Moment wo Du die Oyster-Card über diesen gelben Validator am Gate hältst wird dann registriert das Du ein öffentliches Verkehrsmittel betreten hast. Beim Verlassen der Tube (oder Zug / Bus) musst du’s dann wieder drüberhalten, was Du aber eh musst weil Du sonst nicht durchs Drehkreuz kommst. Dann wird Dir die entsprechende Fahrt in Rechnung gestellt, der Fahrpreis angezeigt auf dem Display des Terminals, und von Deiner neuester Card abgezogen. Gleichzeitig zeigt es Dir bei einigen Terminals an wie viel Restguthaben Du noch drauf hast (nicht an allen).

So funktioniert die Oyster-Card – Kauf und Aufladung

Das kannst Du überall auch prüfen,wenn Du unsicher bist, aber wie gesagt meistens wird das beim rausgehen aus einer U-Bahn-Station auf dem Terminal angezeigt. Der Clou an dieser Oyster-Card ist, dass es in Zone 1 & 2 einen maximalen täglichen Fahrpreis (Daily anytime cap) gibt. D.h. egal wie oft Du hier öffentliche Verkehrsmittel benutzt, es wird maximal 6,50 £ abgezogen. Das Cap gibt es auch wenn Du mehr Zonen benutzt, aber es ist dann eben höher. Aber wir waren bis auf Außnahmen die meiste Zeit in der City wo dann Zone 1 und 2 ist.

Was ziemlich günstig ist wie ich finde, denn wenn ich in Stuttgart ein 2-Zonen-Ticket kaufe für die S-Bahn bin ich mit 2,80 Euro dabei. Darf dann aber nur einmal in eine Richtung fahren. Fahr ich hin und zurück bin ich schon bei 5,60 €. Aber mit der Oyster-Karte und der Tube kannst Du den ganzen Tag in den Zonen in London durch die Gegend fahren und zahlst maximal die 6,50 £.

D.h. bei den Fahrten wird dann eben kein Fahrpreis mehr berechnet. Finde ich total gut das System und viel besser wie bei uns. Alternativ dazu kannst Du eine Travelcard kaufen. Diese wird auf vielen Webseiten angepriesen.

Und wenn einer noch sagt: Du musst sie nicht hier in Deutschland bestellen, sondern vor Ort einfach kaufen, dann verdient er natürlich gar nichts. Deswegen versuchen die diversen Webseiten diese Karten hier online zu vermitteln. Das wäre ja so ein Vorteil wenn Du die hier kaufst. Glaub das nicht! Es ist überhaupt kein Vorteil. Kauft eine ganz normale Oyster-Karte in London. Bei uns war das eben gleich am Flughafen in London Heathrow, wo die meisten Touristen aus Deutschland auch landen. An den anderen Londoner Flughäfen gibt es das natürlich genauso. Inzwischen gibt es sogar Automaten an den Du Dir eine neue Oyster-Karte kaufen kannst an den großen S-Bahn Stationen und an den Flughäfen.

Ach ja nur noch zur Info: Aufladestationen für Deine Oyster Card gibt’s (nahezu) in jeder U-Bahn-Station. Einfach Aufladebetrag am Terminal wählen und dann mit Cash oder mit Kreditkarte aufladen. Willst Du mit Bargeld aufladen, dann musst Du Dich an das Gerät stellen wo „Cash“ drauf steht. Ist ganz einfach zu erkennen, weil oben über diesen Aufladegeräten entweder „Cash“ steht „Credit Card“ steht, oder „Credit Card“ plus „Cash“.

Ach ja, noch ein kleiner Hinweis von mir: mein erster Versuch die Oyster-Karte aufzuladen scheiterte gleich. Warum? Weil, wie mir ein freundlicher Mitarbeiter an der U-Bahn Haltestelle erzählte, einige Cash-Aufladeautomaten die 5 £ Scheine nicht erkennen. So ein ähnliches Problem haben wir in Deutschland glaube ich auch mal mit den neuen Scheinen gehabt 🙂

Der freundliche Mitarbeiter hat mir dann sogar den Schein umgetauscht, was ich echt freundlich fand und ich hab’s dann so mit cCash gemacht. Meine Kreditkarte überall zu benutzen ist mir einfach unangenehm. Ich glaub da bin ich zu sehr deutsch. Und wahrscheinlich auch zu alt 🙂

Also mein persönlicher Tipp: Kauf Dir für den öffentlichen Nahverkehr in London eine ganz normale Oyster-Card. Du kannst natürlich diese Prepaid-Karte auch in Deutschland bestellen und man schickt Dir die dann per Post zu. Macht das aber bitte rechtzeitig und nicht drei Tage vorher. Im Prinzip kostet die dann genau das Gleiche. Wie Du den richtigen Aufladebetrag wällst und was noch zu beachten ist, findest Du in meinem umfangreichen Artikel zu den verschiedenen Card-Systemen in London. Dort findest Du auch eine FAQ von den am meisten gestellten Fragen, die ich per E-Mail inzwischen bekomme.

Oyster-Karte erfolgreich gekauft und ab geht’s in die Tube

Am Flughafen Heathrow Terminal 2 gibt es direkt unten die U-Bahn Station. Einfach den Schildern Terminals 1-2-3 Underground Station folgen. Es ist wirklich super ausgeschildert. In ganz London übrigens. Heathrow liegt in Zone 6, aber Du kannst problemlos mit einer aufgeladenen Oyster-Card fahren.

Übrigens auch ein Punkt der auf vielen Webseiten hier in Deutschland und in Foren immer wieder falsch dargestellt wird. Ich weiß nicht ob aus Unwissenheit oder aus dem lächerlichen Versuch heraus ist, Euch irgendwelche Travel-Cards auf Provision zu verkaufen, aber es werden oft widersprüchliche Aussagen dazu gemacht. Also ich war da auch ein bisschen verunsichert, aber meine Frau hat sich gut informiert gehabt.

Fakt ist: Du kannst mit der Oyster-Karte von jeder Zone in London in jede andere Zone fahren, nur die Preise sind dann natürlich höher, je mehr Zonen du durchfährst. Du brauchst aber keinen Express oder sonst was zu bezahlen für viel Geld, sondern kannst mit Deiner Karte für wenige Pfund Flughafen (Zone 6) bis ins Zentrum mit Zone 1 fahren.

Perfekte Infotafeln in der Underground – Respekt, das haben wir nicht

Am Flughafen Heathrow fährt die Piccadilly Line (siehe Infotafel von Holborn auf dem Foto). Wer’s nicht weiß: in London hat jede Tube Linie einen eigenen Namen mit eigener Farbe. Zum Beispiel:

Wir mussten mit der Piccadilly line erst mal ins Zentrum fahren nach Holborn und dann mit der Central line zur Station Marble Arch, die praktischerweise direkt vor unserem Hotel liegt. Am Flughafen selber musste dir aber keine Gedanken machen, denn dort fährt nur die Piccadilly line. Und die fährt auch nur natürlich in Richtung London Zentrum. Nachschauen musst Du vorher nur immer, wo Du umsteigen musst in welche andere Linie, um in Dein Hotel zu kommen.

Da kann die S-Bahn in Stuttgart nicht mithalten – Schwaben sparen eben 🙂

Das Underground System in London ist um Längen besser wie bei uns in Stuttgart. Für andere Städte kann ich nicht sprechen, aber in Stuttgart ist das viel schlechter gemacht. Ist mir erst jetzt aufgefallen, nachdem ich mir mal mit offenen Augen angeschaut habe, wie bei uns alles markiert ist und dran steht. Und obwohl Deutschland der König der Schilder ist, was offiziell übrigens bewiesen worden ist mit der höchsten Dichte von Verkehrsschildern, schaffen sie es nicht eine S-Bahn-Station auch für ausländische Touristen entsprechend klar in ihren Wegen darzustellen.

Als Beispiel dient mir hier einmal die S-Bahn-Station in Stuttgart Bad-Cannstatt. Hier steht unten nicht einmal welches Gleis jetzt welche Treppe ist. Du hast drei Treppen und dann viel Spaß 🙂 Wo welches Gleis ist musst Du eben wissen. Wenn ich es als nicht deutsch sprechende Tourist hierher komme, muss ich erst einmal drei Treppen ausprobieren, um zu sehen welches Gleis das dann ist. Außerdem weiß ich natürlich nicht auf welchem Gleis welche S-Bahn fährt, das kann ich nur einem Plan entnehmen, der weiter vorne angebracht ist und ungefähr 1000 verschiedene Zeilen enthält.

Wenn ich jetzt also wüsste wo ich genau hin will, dann kann ich dort nachschauen. Aber ich bin ja ausländischer Tourist (nehme ich jetzt mal an) und weiß das nicht und da wäre es sehr hilfreich wenn bei jedem Treppenaufgang – wie in London – eine schöne Tafel ist, wo draufsteht welche S-Bahn hier fährt und wo die hinfährt. Da wird nicht nur hingeschrieben wo die Endhaltestelle ist, was dir als ortsunkundiger eigentlich überhaupt nichts bringt, da Du keine Ahnung hast, sondern da steht wirklich jede einzelne Station drauf (siehe Foto oben links). Außerdem sind an allen Abzweigungen und Treppen diese Tafeln und Du kannst auf einen Blick sofort sehen wo fährt die Underground hin. Das macht die Sache wirklich super einfach. Anders wie bei uns! Muss ich leider mal sagen, auch wenn wir Deutschen immer glauben wir hätten den Apfel neu erfunden, so ist das leider nicht so. In vielen Dingen können wir uns noch eine gute Scheibe von anderen abschneiden. Das wollen leider die meisten nicht wahrhaben.

Exkurs – Stuttgart 21

Alle 1 bis 2 Minuten kommt eine Tube!

Das erst der erste Indiz wo ich gleich gemerkt habe das wie in einer Weltstadt sind war, dass echt jede 1 bis 2 Minuten eine Tube einfährt. Als Vergleich will ich Euch mal beschreiben wie das bei unserer Rückankunft am Stuttgarter Flughafen war. Wir kamen abends um ca. 21:00 Uhr am Flughafen an. Sind dann nach unten gelaufen um uns eine S-Bahn Fahrkarte zu kaufen, weil leider alle Car2Go am Flughafen leer waren. Übrigens mal ein kleiner Kritikpunkt, nachdem ich Euch schon so gelobt habe, liebe Car2Go Verantwortlichen: Da standen ungelogen sieben Smarts und alle waren leer. Und das am Flughafen. Vielleicht wäre es mal sinnvoll da eine Ladestation aufzustellen, damit die Leute die Fahrzeuge auch an die Ladestation anschließen können. Naja, aber sonst finde ich Euch wie gesagt echt spitze 🙂

Auf jeden Fall haben wir dann ein Ticket gekauft und saßen dann ungelogen an der S-Bahn-Station am Flughafen in Stuttgart um 21:00 Uhr und waren die einzigen zwei Personen auf dem Bahnsteig. Da wurde mir unmittelbar klar, wieso viele Frauen die ich kenne ungern alleine abends S-Bahn fahren. Weil in London ist es halt so: egal um welche Uhrzeit Du in die Tube gehst, die ist nie leer. Und der Bahnsteig ist nie leer. Hier sind immer Dutzende bis Hunderte von Menschen. Und zwar nicht ganz normale Menschen. Wenn Du hier abends um zu 23:00 Uhr in die S-Bahn-Station gehst, dann musst Du entweder in Selbstverteidigung gut gerüstet sein oder eben schmerzfrei. Als Frau würde ich mir das ehrlich gesagt auch überlegen, wenn ich so sehe was hier rumhängt. Und dazu kommt noch das in der Londoner Underground immer Personal ist. Bei uns nicht. Da sitzt Du alleine, wenn was passiert.

Fakt war: die nächste S-Bahn kommt in 15 Minuten. Das waren wir aus London gar nicht mehr gewohnt, weil wenn Du in London an eine Station kommst, dann komm spätestens 2 Minuten später die Underground. Meistens läufst Du da rein und kannst fast direkt einsteigen. Echt geil! Dafür sind die Wagen etwas kleiner und älter würde ich sagen. Und es rumpelt ganz schön. Bei so vielen Menschen musst Du dir halt auch was einfallen lassen.

Weiter im Reisebericht: Zum The Cumberland Hotel ins Zentrum von London >>[1]

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Endnotes:
  1. Zum The Cumberland Hotel ins Zentrum von London >>: https://www.london-guides.com/reisebericht/ab-ins-zentrum-london/

Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/ankunft-in-london/


Abflug nach London am Flughafen in Stuttgart-Vaihingen (Tag 1 am Morgen – Teil 3)

by Alex | Dezember 13, 2016 6:36 pm

Also kamen wir am Flughafen in Stuttgart-Vaihingen an und parken den Smart von Car2Go auf den entsprechenden Parkplätzen. Wer das nicht kennt, dem kann ich das wirklich nur empfehlen. Anstatt mit der S-Bahn mühsam anzufahren, außer Du hast natürlich eine Direktverbindung und musst nicht umsteigen, ist echt angenehm mit dem Auto.

Viel billiger jedenfalls als als ein eigenes Auto im Parkhaus abzustellen, was Dich für sechs Tage ca. 60-100 € kostet – je nach Parkhaus am Flughafen. Wenn Du auf der Freifläche stehst ist es am günstigsten mit ich glaube knapp 60 € wenn ich mich recht erinnere. Und wenn Du im nächstgelegenen Parkhaus das Auto abstellst dann geht’s auf 100 € ungefähr. Dafür war ich dann doch zu geizig, auch wenn ich kein Schwabe bin 🙂

Also schnappen meine Frau und ich das Handgepäck und in einen Koffer und laufen direkt ins Terminal. Denn die Car2Go Stellflächen sind direkt auf der oberen Ebene neben den Terminals, so das Du einen Fußweg hast von keinen 2 Minuten. Perfekt! Danke hier mal an Car2Go! Ich bin schon Kunde von der ersten Woche an und finde das System einfach super! Nur eine Ladestation am Flughafen Abstellplatz fehlt. Das wäre noch sehr gut.

Also gehen wir zum Check-in Schalter von Eurowings und sind natürlich die letzten. Wie immer! Ich kann meine Frau einfach nicht davon überzeugen, dass man eine halbe Stunden vorher am Flughafen sein sollte. Sie geht immer auf den letzten Drücker und dann bin ich immer nervös, dass wir vielleicht mal den Flug verpassen könnten. Naja, irgendwann wird das wohl passieren und dann wird es auch sie kapieren. Eine nette Mitarbeiterin von Eurowings begrüßt uns und zeigt uns wie man am Selbstbedienungs Check-In seinen Pass drauffällt und dann seine Bordkarte bekommt.

Check-in und Safety Check am Stuttgarter Flughafen

Da wir allerdings Gepäck aufgeben müssen, gehen wir natürlich auch noch an den Check-In Schalter, wo unser Gepäck gewogen wird, und wir die letztendliche Bordkarte bekommen. Mit der Bordkarte bewaffnet gehen wir zum Safety-Check des Terminals 2 und zu meinem Glück wird dann mein Gepäck auch noch auf Sprengstoff untersucht. Natürlich!

Aber es kommt noch besser: nachdem der Security Mitarbeiter mich aus der Schlange nach dem „Röntgen“ herausgeholt hat, nehmen Sie mein Handgepäck und legen es auf ein Gerät, das offensichtlich nach Sprengstoff sucht. Und jetzt kommt der Treppenwitz: die Mitarbeiterin tippt ein bisschen drauf rum auf meinem Handgepäck und auf ihrem Gerät und dann schaut sie verzweifelt ihren Kollegen an und sagt: das Gerät funktioniert nicht! Ein Lachen konnte ich mir gerade noch verkneifen, damit ich nicht noch mehr Untersuchungen bekommen. Und man weiß ja wie sensibel manche Menschen auf sowas reagieren. Also habe ich versucht weiterhin Ernst zu gucken und natürlich freundlich. Beim zweiten Versuch hat es dann aber offensichtlich doch funktioniert, oder die Mitarbeiterin hat es nur behauptet, weil sie können mich da warscheinlich nicht ewig festhalten. Naja können Sie vielleicht doch, aber wollten sie wahrscheinlich nicht.

Also zu meiner Überraschung kein Sprengstoff in meinem Handgepäck und wir gehen in den Sicherheitsbereich und warten auf das Boarding. Boarding ist um 7:25 Uhr, laut Aussage der Timetables und wir setzen uns noch ein bisschen hin. Denn eigentlich bin ich noch ziemlich müde und habe ungefähr 4 Stunden geschlafen. Ich war wirklich ziemlich aufgeregt.

7:25 Uhr – Endlich Boarding

Um 7:25 Uhr können wir dann endlich durchs Boarding gehen und werden mit dem Flughafen-Shuttle Bus zum Flugzeug gebracht. Auf unseren Plätzen freue ich mich erst einmal im Flugzeug wie viel Beinfreiheit ich habe, aber wir hatten vorher auch XXL-Plätze gebucht für jeweils 40 €. Also 80 € für mehr Beinfreiheit ist schon einiges, aber ich dachte mir was soll’s. Da seht ihr das ich kein Schwabe bin 🙂

Und warum soll ich mir 1 1/2 Stunden die Beine quetschen. Und meine Frau? Wir sind beide ziemlich groß (ich 1,91 und sie 1,80 cm) und auf Standardplätzen ist das dann schon etwas unangenehm. Zumindest für mich, weil die Knie dann immer am vorderen Sitz sind. Der Flug ist sehr angenehm und die Stewardessen sehr freundlich. Als Eurowings Kunde bekommst Du dann gleich was zu Essen und Trinken, natürlich nur wenn Du irgendwas dazubuchst, ich weiß gar nicht was genau. Wahrscheinlich die teuren XXL-Sitzplätze.

Aber im Zuge, dass wir die Sitzplätze reservierten, haben wir noch ein Paket dazubekommen. Das war dann ein Beutel von Eurowings in dem ein Sandwich drin war, eine Wasserflasche und ich glaube noch ein Keks. Das Sandwich kannste vergessen und das Wasser eigentlich auch. Der Keks war ganz o. k. Ein Getränk kriegst Du ja ohnehin. Also habe ich eine Sprite genommen und war glücklich. Schließlich sind das auch nur 1 1/2 Stunden. Ich hab sowieso noch nie verstanden wieso man auf einem Kurzstreckenflug gleich was essen muss. Essen die Leute zu Hause nicht oder essen die Leute immer was man ihnen hinstellt. Also ich hab das Sandwich nicht gegessen, aber bei meiner Frau einmal abgebissen. Also im Prinzip ist es eher wie bei Kleinkindern, haben Sie mal 1 Stunde nix zu tun, dann müssen sie was essen, ein Film anschauen oder irgendwas anderes machen. Naja, so ist es halt. Telefonieren ist ja nicht erlaubt 🙂

Weiter im Reisebericht: Ankunft in London am Flughafen Heathrow >>

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Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/abflug-nach-london/


Reisevorbereitung für London – Besser Englisch lernen für Fortgeschrittene (Tag 1 am Morgen – Teil 2)

by Alex | Dezember 10, 2016 10:43 am

Irgendwie war es auch ein guter Anlass mal wieder mein Englisch zu verbessern. Ich muss zugeben das ich im Alltag weder privat noch beruflich sehr viel Englisch kommunizieren muss. Was ich allerdings schon lange regelmäßig und viel mache ist englische Fachliteratur für meinen Beruf zu lesen und daher kann ich beim Lesen von Englisch mich durchaus als Fortgeschrittener bezeichnen.

Zwar kenne ich viele Vokabeln aus vielen Themenbereichen nicht, aber in meinem Fachgebiet kenne ich so gut wie alle und deswegen kann ich diese Texte perfekt verstehen. Beim reden hapert es dann aber leider doch noch.

Jedenfalls habe ich dann drei Monate lang mehrere Dinge gemacht, um mein Englisch zu verbessern. Dazu gehörten:

Und so beladen ging’s dann los. Mein Programm sah ungefähr so aus:

Englischsprachige Serien und Filme ansehen

Morgens aufstehen, und anstatt während des Kaffeetrinkens irgend eine aufgenommene Serie anzuschauen, dann kurz in einen englischsprachigen Film oder Serie reinzuschauen (was ich Euch sehr empfehlen kann ist hier „The Big Bang Theory“, denn die Aussprache ist von den Nerds sehr gut und man versteht was.

Aber auch verschiedene andere Serien habe ich mir morgens reingezogen. Natürlich nicht sehr lange, aber ich wollte auch vertraut werden mit verschiedenen Slangs. Und auch jeden Morgen nur 20 Minuten das zuhören, hat mir sehr geholfen.

Englische Hörbücher im Auto hören

Auf dem Weg zur Arbeit im Auto habe ich dann mein Kindle Fire über ein Aux-Kabel an die Radioanlage im Auto angeschlossen und mir englischsprachige Hörbucher angehört.

Meine Favoriten: alle Bände von Harry Potter auf Englisch (der Sprecher ist gigantisch gut), Audiowalk London von Taufig Khalil, Official TOEFL Vocabulary 3000 und Englisch komplett beherrschen von Jenny Smith.

Da mein Arbeitsweg aktuell um die 30 Minuten ist, und natürlich auch wieder zurück, konnte ich hier einiges lernen.
Wenn ich am Tag, was meistens der Fall ist, mit dem Auto zu einem Kunden unterwegs war, dann wieder das gleiche: Audio Hörbuch auf Englisch und immer ein bisschen Abwechslung einbringen, denn beispielsweise der Official TOEFL Vocabulary 3000 ist echt harte Kost.

Da wird stundenlang eine Vokabel auf Englisch angesagt von der Sprecherin und dann das Synonym, Akronym, dann wird das Wort auf Englisch buchstabiert und die Bedeutung in einem Satz beispielhaft dargestellt. Ist echt eine Herausforderung für die eigene Konzentrationsfähigkeit, aber Du lernst halt doch das ein oder andere Wort neu.

Während meiner aktuell spärlichen Freizeit habe ich mir dann den Rosetta Stone Kurs reingezogen: American English in der höchsten Stufe. Mein Eingangstest hatte nämlich ergeben das mein englisches Sprach- und Leseniveau auf weit fortgeschritten ist und ich deshalb gleich diesen Kurs nehmen soll. Das hat mich dann doch gefreut 🙂

Allerdings muss ich ja auch einschränkend dazusagen, dass mein Leseniveau wirklich sehr hoch ist, aber mein Sprachvermögen in der Sprache dann doch nicht so gut. Absolut nicht, leider. Aber ich habe auch in London festgestellt, dass ich mich tatsächlich auf Englisch einigermaßen gut unterhalten kann und es wurde natürlich durch dieses dreimonatige Intensivtraining noch deutlich besser wie es aussieht.

Diverse Apps für englische Redewendungen

Ab und zu habe ich mir dann noch bei den Apps die häufigsten Redewendungen angehört, was ich aber nicht finde, dass es viel bringt. Da diese nicht im Kontext einer gesamten Geschichte sind, ist das immer ohne Kontex und hat mir persönlich jetzt nicht so viel gebracht. Besser waren wirklich die Audiobooks. Denn hier fallen die Redewendungen in einem Kontext und man kann sich aus diesem schon das meiste erschließen.

Oft auch nicht, klar, aber dann habe ich Google über mein Smartphone mittels Spracherkennung dementsprechend befragt. Google zeigt dann an was es heißt. Naja zumindest bei den meisten Vokabeln, bei den etwas selteneren Begriffen scheitert dann auch Google vor allem an der Spracherkennung wahrscheinlich. Google wollte mich manchmal absolut nicht verstehen. Wird an mir liegen 🙂

Nach drei Monaten fühlte ich mich schon ganz gut gewappnet, denn ich konnte die Tonight-Show von Jimmy Fallon zu 80-90 % verstehen. Und wer die Show mal angesehen hat, der weiß wie viele Redewendungen und wie schnell das abläuft. Trotzdem ging’s ganz gut. Aber hören ist halt immer noch was anderes als sprechen und deswegen habe ich trotzdem gedacht, dass ich erst mal zeigen muss das ich auch schon ganz gut sprechen kann.Oder eben auch nicht 🙂

Wo willst Du das trainieren? Ich hab leider aktuell keine englischsprachigen Freunde hier in Stuttgart, so das ich das nicht ausprobieren konnte.

Abflug nach London am Flughafen in Stuttgart-Vaihingen >>[1]

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Endnotes:
  1. Abflug nach London am Flughafen in Stuttgart-Vaihingen >>: https://www.london-guides.com/reisebericht/abflug-nach-london/

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Mein London Reisebericht – zum ersten Mal nach England (Tag 1 am Morgen – Teil 1)

by Alex | Dezember 9, 2016 8:32 pm

Heute ist Samstag der 07.10.2016 und um kurz nach fünf in der Früh stehe ich auf um einen Kaffee zu trinken und um 6:15 Uhr an den Flughafen in Stuttgart zu fahren, wo uns Eurowings nach London Heathrow fliegen wird.

In den letzten Tagen war ich schon sehr aufgeregt, weil dies mein erster Trip nach London ist. Seit einigen Tagen hat sich in mir eine aufgeregte Anspannung angesammelt. Als Stuttgarter, aus der schwäbischen Provinz sozusagen :), in die große weite Welt nach London.

Das hat mich schon ein wenig nervös gemacht und sehr viel Vorfreude aufgebaut. Wobei ich kein gebürtiger Stuttgarter bin. Ich bin nicht mal ein Schwabe. Ursprünglich geboren bin ich in Freiburg und meine Eltern kommen aus Bayern und Hessen. Also sozusagen eine bunte Mischung. Später hat es meine Familie nach Stuttgart verschlagen, wegen dem Job meines Vaters. Und so bin ich hier hängen geblieben.

In die Metropole London aus der „Provinz“

Wenn man in einer Stadt wie Stuttgart lebt und nicht in die großen Metropolen der Welt reist, dann hat man schon das Gefühl in einer großen Stadt zu leben. Und wenn man dann nach Backnang fährt oder auf die schwäbische Alb, dann kommt einem Stuttgart wie eine Mega-City vor. Und für die Menschen, die auf einem Dorf leben, ist es das wohl auch.

Aber London mit ca. 8,5 Millionen Einwohnern, also ca. 8,5 mal so viele wie in Stuttgart, und enormen Ausmaßen – das ist schon eine andere Geschichte, denke ich mir. Solche Gedanken sind mir in den letzten Tagen durch den Kopf gegangen, als ich online verschiedene Sachen recherchiert habe.

Wie zum Beispiel:

Schnell ist mir und meiner Frau klar geworden, dass wir in einer Riesenstadt wie London, die so viel zu bieten hat, natürlich nicht in sechs Tagen alles anschauen können. Also haben wir uns die Sachen ausgesucht, die uns am meisten interessiert haben. Weglassen ist ja auch eine Kunst 🙂

Nur kein Stress…

Auf jeden Fall haben wir uns vorgenommen den Kurztrip nach London nicht zum Stress ausarten zu lassen und uns die Dinge, die wir ansehen wollen, auch wirklich zu genießen. Naja, zumindest habe ich mir das vorgenommen. Meine Frau ist von der schnellen Sorte und da wird halt dann schon mal eine Liste abgearbeitet, egal ob man jetzt Spaß da hat oder nicht.

Bei mir ist es so, dass ich die Dinge gerne auf mich wirken lasse und einfach lieber mehr Zeit für weniger nehme. Vor allem im Urlaub.

Aber wie meine Frau gestern gesagt hat: das ist kein Urlaub, das ist Sightseeing 🙂 und da ist wohl was dran. Schließlich waren wir vor zwei Wochen noch in der Toskana und haben zwei Wochen faul am Strand verbracht.

Luftgepolsterte Turnschuhe für den London Walk 🙂

Also gut: Im Vorfeld habe ich mir schon einmal neue Nike Turnschuhe gekauft (haben angeblich eine tolle luftgepolsterte Sohle laut meiner Frau), damit ich in London dann auch meine Kilometer per Fuß machen kann. Naja nur ein kleiner Spaß, aber gutes Schuhwerk ist schon Pflicht, das kann ich schon mal vorweg nehmen. Wenn ihr meint mit Stöckelschuhen durch London zu laufen, dann seid ihr nicht mal zum Shopping bereit, denn das ist einfach Wahnsinn wie groß die Ausmaße sind.

Falls ein Stuttgarter unter Euch ist oder einer aus:

oder Ähnliches – es ist kein Vergleich. In all diesen Städten war ich schon auf den Shopping-Straßen und es ist ein Witz gegen London. Du läufst durch und fertig. In London kannst Du tagelang durch die Stadt laufen und permanent an neuen Geschäften vorbei laufen. Und zwar nicht kleine, sondern riesengroße Shops. Ich bin es nicht so der große Shopper, aber meine Frau hat mich wenigstens vorgewarnt.

Gestern Abend hatte ich mir noch einen Plan der Tube ausgedruckt (Londoner U-Bahn System) und mir auf YouTube Videos angeschaut wie dieser Oyster-Karte funktioniert an den Entwertungsstellen. Und noch so einiges anderes, was ich direkt nach der Ankunft brauche. Zumindest dachte ich das.

Kaffee fertig, anziehen und Auto holen

Nachdem ich mein Kaffee genossen habe, mach ich mich fertig und meine Frau hat während der ganzen Zeit immer noch gepackt. Denn normalerweise fängt sie erst abends um 10:00 Uhr am Vorabend an zu packen und ist erst kurz vor Abfahrt fertig. O. k., ich bin ein fauler Sack in der Hinsicht und trinke Kaffee 🙂 Packen ist nicht so mein Ding, dafür schleppe ich das Zeug dann später durch die Gegend.

Auf meiner Smartphone App von Car2Go habe ich in Stuttgart Obertürkheim nachgeschaut, ob irgendwo ein Smart rumsteht. Denn unser Plan ist eigentlich mit einem Smart von Car2Go go direkt an den Flughafen zu fahren um die S-Bahn zu vermeiden. Vor dem Urlaub in London dachte ich ja, dass die S-Bahn in Stuttgart recht gut ist.

Danach muss ich sagen: Naja, geht so. Aber da nehme ich ja schon was vorweg. Auf jeden Fall wäre ich von Stuttgart-Obertürkheim zum Flughafen fast 1 Stunde unterwegs gewesen mit der S-Bahn und das ist halt morgens um 5:30 Uhr Jahre eine echt harte Nuss. Vor allem wenn Du noch Gepäck dabei hast. So viel Glück kann man fast nicht haben denke ich mir, als ich direkt 100 m von unserer Haustür einen Car2Go auf der App sehe. Den tue ich mir gleich reservieren denke ich mir, man weiß ja nie was kommt. Schon oft wurde mir kurz vor der Nase ein Smart weggeschnappt, weil ich ihn nicht vorher reserviert habe. Selber Schuld. Also gehe ich kurz raus zu dem Auto und stelle es bei uns vor die Türe.

Gepäck rein, los geht’s zum Flughafen in Stuttgart

Wer jetzt denkt: was kriegt man denn in einen Smart rein? Für alle nicht Stuttgarter der Hinweis: Das alles Smart mit Elektroantrieb. Nicht viel, aber unser einer Reisekoffer und die zwei Handgepäckstücke gehen locker rein. Naja locker nicht, es passt eigentlich ziemlich genau. An den Car2Go Smarts kannst Du hinten dieses Heckfenster hochklappen und dann kannst Du die Lucke von Kofferraum runterklappen. Und dann passt gerade so unser Reisekoffer und ein Handgepäck rein. Den Rucksack hat meine Frau dann auf den Schoß genommen. Also ideal und praktisch. Mehr Gepäck dürfte man allerdings nicht haben.

Da wir aber nur sechs Tage nach London gehen ist das für uns genug. Außerdem dürfen wir bei unserem Flug von Eurowings, so heißen die inzwischen bei Germanwings, nur einen Koffer mitnehmen, den wir extra bezahlt haben und eben das Handgepäck.

Parkplatz am Flughafen schon ausgespäht

Ich weiß es klingt jetzt ein bisschen verrückt, aber ich hatte am Flughafen Stuttgart in Vaihingen schon zwei Tage vorher nachgeschaut, wo diese angeblichen Car2Go Stellplätze sind. Denn was kann Dir Schlimmeres passieren als wieder mal zu spät an den Flughafen zu kommen, ist so eine Krankheit von meiner Frau, und dann weißt Du nicht wo dieser Car2Go Parkplatz ist.

Denn Du darfst auf dem Flughafen diese Smarts nur auf einen Car2Go Parkplatz stellen. Also hatte ich vorher schon mal nachgeschaut und war auch glücklich darüber, denn natürlich waren wir erst um 6:15 Uhr fertig und bis zum Flughafen brauchst Du mit dem Auto eine knappe halbe Stunde. Auf dem Weg zum Flughafen waren wir beide schon ziemlich aufgeregt und freuten uns sehr, dass wir jetzt mit Anfang 40 endlich auch mal nach London kommen 🙂

Zum ersten Mal nach England und dann gleich nach London

Wir waren zwar schon relativ viel unterwegs, aber doch eher in den südlichen Gefilden und nicht im verregneten London oder in Großbritannien. Da wir mal was neues machen wollten, haben wir uns diesmal eben London ausgesucht. Wir waren schon in Paris, in Wien, in Salzburg, in Zürich und noch viele weitere Städte, aber eben noch nie in England.

Ehrlich gesagt war mir auch immer ein bisschen unwohl, weil das halt enorm groß ist und ich zwar ganz gut Englisch spreche, aber meiner Meinung nach halt nicht perfekt. Allerdings habe ich dann sehr schnell gemerkt, dass mein Englisch doch ziemlich gut ist und ich alles verstehe, auch wenn die Leute ein bisschen schneller oder/und mit Slang reden. Außerdem kann ich immer sagen was ich möchte und auch nicht nur mit dem Händen und Füßen, sondern mich ganz gut ausdrücken. Waren auch schöne Erkenntnis aus dem London Urlaub.

Drei Monate Englisch gepaukt

Was ich noch erwähnen wollte ist, dass ich ungefähr drei Monate vor diesem London Urlaub erst davon erfahren habe. Das ist nämlich eine sogenannte Überraschung von meiner Frau 🙂 Jeder Mann weiß, was das ist: Die Frau möchte irgendwas haben oder irgendwo hin und überrascht Dich dann damit 🙂

So kam ich auch schon mal in den Besitz einer antiken Kaminuhr, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, weil sie so teuer ist. Ich hatte nie den inneren Drang nach einer Kaminuhr, meine Frau aber schon. Sie sich selber zu kaufen dafür war sie dann wohl etwas zu „geizig“, also hat sie das alte Teil mir geschenkt. Ist auch ein viel besseres Gefühl. Wenn ich also irgendwann mal im Lotto gewinnen werde, dann werde ich ihr einen Porsche Carrera Turbo schenken, weil ich den ja gerne hätte 🙂

Auf jeden Fall wusste ich wie gesagt erst drei Monate vorher von diesem London Urlaub und deswegen habe ich mich dann einigermaßen verdutzt gleich daran gemacht, mein Englisch wieder weiter zu verbessern. Verdutzt war ich vor allem deswegen, weil wir am 3. September in die Toskana gehen und im Prinzip zwischen dem Toskana-Urlaub und dem London Aufenthalt dann gerade mal 3 Wochen lagen. Das musst Du beruflich auch erst mal Deinen Leuten klarmachen, dass Du jetzt schon wieder im Urlaub bist.

Alle sprechen ja so gut Englisch, bis sie dann sprechen müssen…

Ihr kennt bestimmt auch die Leute, die immer behaupten, sie würden sehr gut Englisch sprechen. Dann unterhaltet Euch mal mit dennen spontan auf Englisch, dann wird schnell klar werden das die Selbstwahrnehmung dieser Personen leicht eingeschränkt sein muss. Mehr als ein schwaches Englisch auf dem Niveau eines englischen Kindes wirst Du da meist nicht bekommen, wenn überhaupt.

Gleichzeitig bekommen Sie einen roten Kopf und sind mehr als angespannt. Lesen und reden ist halt ein Riesen Unterschied. Beim Lesen kannst Du immer Dir mehrere Wörter aus dem Kontext erschließen, vor allem wenn Du Dich in dem Thema gut auskennst, aber beim reden kannst Du dir aus dem Kontext nichts erschließen.

Weiter im London Reisetagebuch – Besser Englisch lernen für Fortgeschrittene[1]

 

Endnotes:
  1. Weiter im London Reisetagebuch – Besser Englisch lernen für Fortgeschrittene: https://www.london-guides.com/reisebericht/tag1-besser-englisch-lernen/

Source URL: https://www.london-guides.com/reisebericht/tag1-am-morgen/


London Eye River Cruise Bootsfahrt auf der Themse zur Tower Bridge

by Alex | November 22, 2016 1:14 pm

Macht man einen Besuch beim London Eye so kann ich eine Schifffahrt auf der Themse wärmstens empfehlen. Ausgangspunkt ist direkt neben dem Riesenrad London Eye und der Steg führt direkt zum Schiff. Es bietet sich an am gleichen Tag die wunderbare Aussicht vom Riesenrad mit Panorama zu genießen und die London Eye River Cruise auf der Themse zu machen.

Denn wenn man sich schon beim Ticketschalter direkt vor dem Riesenrad London Eye anstellt, dann kann man zu einem Sonderpreis auch gleich die wunderschöne Schifffahrt auf der Themse kaufen. Es kostet dann nur noch 10 Pfund Aufpreis und damit hat man 45 Minuten gute Unterhaltung mit einem Reiseführer auf dem Boot.

Die Fahrt geht dann Richtung Tower Bridge[1]. Auf der Fahrt kann man dann auch den Tower auf London bewundern. Dazu zahlreiche interessante Brücken, wie zum Beispiel die:

Dazu das Glashochhaus The Shard. Man kommt am Tate Modern[2] vorbei und am Shakespeare’s Globe[3]. Ohnehin kann man sagen das die Themse in diesem Bereich auf beiden Seiten von Sehenswürdigkeiten nur so gespickt ist. So kommt man während der Schifffahrt aus dem schauen gar nicht mehr raus und viele auch nicht aus dem Fotografieren.

Audioguide in vielen Sprachen erhältlich

Wenn man auf das Schiff geht, kann man sich auch einen Audioguide in verschiedenen Sprachen geben lassen. Hier kann man natürlich auch einen deutschen Audioguide bekommen. Allerdings ist es viel lustiger und interessanter dem Reiseführer auf dem Boot, der zu jeder Sehenswürdigkeit an der Themse etwas erzählt, zuzuhören. Voraussetzung ist natürlich das man zumindest einigermaßen gute Englischkenntnisse besitzt.

Fahrt auf der Themse geht ca. 45 Minuten

Die Bootsfahrt geht vom London Eye aus ca. 23 Minuten bis zur Tower Bridge und wendet dann um wieder zurück zu fahren. Hier ist auch der Tower of London[4] und man kann ein paar schöne Fotos machen.

Der Sprecher auf dem Schiff erzählt dann wie gesagt die ein oder andere Geschichte und ich fand es sehr interessant. Allerdings hatten ich und meine Frau auch das Glück das „sehr gutes Wetter“ war an diesem Tag – für Londoner Verhältnisse. Insgesamt dauert die Schifffahrt auf der Themse übrigens ca. 45 Minuten. Mir kam es viel kürzer vor, aber das lag daran, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Gefühlt waren es keine 10 Minuten. Aber ich habe auf die Uhr geschaut 🙂

The Shard – höchstes Gebäude in der EU

Sehr beeindruckend fand ich persönlich den enorm hohen Wolkenkratzer The Shard. Er steht im Londoner Stadtteil Southwark und war mit 310 m Höhe bis Oktober 2012 tatsächlich das höchste Gebäude in Europa. Inzwischen ist es immerhin noch das höchste Gebäude innerhalb der EU, was auch schon mal was ist.

Gebaut wurde es vom 16. März 2009 bis zum 1. Februar 2013. Die Spitze auf The Shard, sowie das ganze Aussehen des Glasbaus, ist wahrlich beeindruckend.

Nicht verwunderlich das Qatar hier mit seinem Staatsvermögen der Bauherr war. Denn das Gebäude war definitiv sehr teuer.

Tower Bridge und Tower of London

Auch sehr beeindruckend fand ich die Fahrt unter der Tower Bridge[1] hindurch und dann wieder zurück. Man hat den Tower auf London erst auf der linken Seite und dann auf der rechten Seite und man kann wirklich schöne Fotos vom Wasser von der Tower Bridge machen (wie Du in der Fotogalerie und Beitragsbild sehen kannst).

Da ich sie zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal gesehen habe, fand ich sie wirklich wunderschön. Die zwei hohen Türme und die detailreiche Architektur des Bauwerks ist viel beeindruckender als beispielsweise auf Fotos. Kann ich nur jedem empfehlen.

Wir sind natürlich ein paar Tage später auch noch zum Tower of London gegangen und  haben diesen besichtigt. Danach natürlich auch nochmal über die Tower Bridge. Schließlich wollten wir uns auch mal die Glas Floors auf der Brücke ansehen. Aber das ganze mal so von der Themse aus zu genießen mit dem Reiseführer war unterhaltsam.

Und da wir das Ticket zusammen mit dem Ticket für das London Eye gekauft haben, waren das gerade einmal 10 Pfund.

Schauen wir uns einmal die Fakten der London Eye River Cruise Fahrt an:

Preise im Überblick

Tagespreis an der Kasse

Onlinepreise

Die Tickets kannst Du online direkt beim Veranstalter kaufen: Zum Ticket-Verkauf >>[5]

Beim Kauf an der Tageskasse kann man wie gesagt einiges sparen, wenn man mehrere Sehenswürdigkeiten des Veranstalters dazu kauft. Dazu gehört beispielsweise auch Madame Tussauds und das London Eye. Ich und meine Frau haben das London Eye genommen, dazu die London Eye River Cruise und Madame Tussauds.

Meine Erfahrungen zur London Eye River Cruise Schifffahrt

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Schifffahrten auf Flüssen, aber da es im Paket mit dem Ticket für das London Eye wirklich sehr günstig war, habe ich mir gedacht wir könnten das mal machen. Schließlich ist der Startpunkt auch direkt daneben und man hat keine langen Wartezeiten.

Zuerst ins London Eye

Also sind wir zuerst ins London Eye gegangen (was ihr unbedingt machen müsst!) Und danach haben wir uns das 4D Spektakel des London Eye angeschaut. Dann haben wir etwas gegessen am Ufer an der Themse und dann ging schon aufs Schiff.

The Queen’s Walk an der Themse entlang

Wenn ihr beim London Eye übrigens ein Stück weiter runterlauft – The Queen’s Walk entlang – in Richtung Tower of London, dann gibt es ja einige schöne Restaurants direkt an der Themse. Natürlich gibt es auch einige Imbisswagen und da kann ja auch etwas kaufen.

Keine Hot Dogs kaufen 🙂

Allerdings muss ich Euch von dem Hot Dog Wagen direkt vor dem London Eye wirklich abraten. Das Teil kostet 4,50 £ und schmeckt wirklich nach gar nichts. Ich übertreibe nicht. Am liebsten hätte ich das Ding weggeschmissen. Selbst aus dem Supermarkt schmecken die besser. Also lauft lieber ein paar Meter nach unten oder oben und esst was gescheites. Natürlich muss man einräumen, dass die Preise in London allgemein sehr hoch sind für Essen, aber trotzdem muss man nicht für 4,50 £ für ein Plastik Mittagessen bezahlen – denke ich 🙂

Great British Fish and Chips in der County Hall

Etwas weiter oben ist übrigens für McDonald’s Freunde gesorgt und es gibt auch ein ganz gutes Fish and Chips Restaurant, was ich Euch empfehlen kann. Die Kette heißt Great British Fish and Chips und hier haben ich und meine Frau zweimal Fish and Chips gegessen. Der Laden ist so voll gewesen, dass am Eingang eine Frau steht, die einen erst rein lässt wenn wieder ein Tisch frei geworden ist. Davor steht eine Schlange.

Aber wenn ihr bereits mal in London wart dann wisst ihr das vor vielem eine Schlange ist. Ich weiß nicht ob die Londoner so Fans von Schlangen sind, aber selbst vor Kaufhäusern findest Du Schlangen von Menschen.

Allerdings ist es natürlich auch so, dass hier so viele Menschen sind, dass man es sich nicht vorstellen kann wenn man nicht schon mal da war. Ich war auch schon in anderen Großstädten, wie Paris zum Beispiel, aber London ist eine absolute Wahnsinnsnummer. Wenn Du nachmittags auf die Oxford Street gehst, dann ist es so voll das ist wirklich unvorstellbar. Trotzdem ist es angenehm. Ich kann nicht sagen wieso. Ich finde die Atmosphäre toll.

Tipp 1. Suche Dir einen Tag aus an dem das Wetter einigermaßen gut ist

Das ist deshalb wichtig, weil Du sonst keine gute Sicht hast. Das Vergnügen auf dem London Eye kostet immerhin gute 25 £ pro Person und da möchte man ja schließlich ein bisschen was sehen. Allerdings hat London natürlich selten mal wirklich gutes Wetter und es ist reine Glücksache.

Ich und meine Frau haben es so gemacht, dass wir morgens aus dem Hotelzimmer geschaut haben am Sonntag und festgestellt haben, dass der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Dann haben wir uns entschieden direkt zum London Eye zu fahren. So ähnlich würde ich es Euch auch empfehlen. Die Sicht die wir dann hatten war phänomenal. Und da kommen wir schon zum zweiten Tipp.

Tipp 2: Geh vormittags hin, wenn es aufmacht

Der beste Tipp den ich Euch geben kann ist, dass ihr vormittags hingeht wenn das London Eye eröffnet. Kommt ihr nämlich später, so um 13:00 Uhr, dann könnt ihr erst mal beim Ticketschalter mindestens eine Stunde warten und dann beim Zutritt ins London Eye könnt ihr auch noch eine Stunde warten. Ob das dann noch so viel Spaß macht bezweifle ich ein wenig.

Einzig mögliche Alternative ist der Kauf eines online Tickets und über die „Fast-Line“ ins London Eye. Aber lasst Euch nicht von den Aussagen vieler Verkäufer im Internet blenden. Auch wenn ihr ein „Fast-Line„-Ticket habt könnt ihr locker mal eine knappe Stunde einplanen, wenn ihr zur falschen Zeit da hingeht. Es ist dann zwar schneller als der Standard-Zugang, aber wie gesagt immer noch mit einer elendig langen Schlange ausgestattet.

Das kann ich deshalb so genau sagen, weil wir zweimal am London Eye vorbeigegangen sind, so ca. um 14:00 Uhr. Als ich morgens, direkt nach dem Aufmachen rein bin, habe schon beim Ticket eine halbe Stunde gewartet und beim Zutritt noch eine Viertelstunde. Das ging aber noch – war kein Problem.

Häufig gestellte Fragen zur London Eye River Cruise Schifffahrt

Frage: Wie lang ist die Fahrt auf der Themse?

Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Bei mir waren’s wirklich fast genau 45 Minuten, weil ich auf die Uhr geschaut habe.

Frage: Wo bekomme ich ein Ticket für die London Eye River Cruise Fahrt?

Du kannst zum Einen das Ticket online kaufen, was übrigens auch ein wenig günstiger ist, oder Du kaufst es am Ticket-Schalter direkt vor dem Riesenrad. Hier sind natürlich lange Wartezeiten einzuplanen, je nachdem wann Du ankommst. Vormittags kurz nach dem Öffnen geht es am schnellsten und danach ist es eigentlich immer brechend voll.

Frage: Wo fährt das Schiff ab?

Das Boot fährt direkt neben dem London Eye Riesenrad ab. Der Zugang zum Steg mit dem Tickethäuschen ist nicht zu übersehen.

Frage: Wie kann ich noch etwas sparen?

Gute Frage, aber wenn Du nach London gehst solltest Du nicht der Sparfuchs sein. London ist tatsächlich sehr teuer und wenn Du was sehen willst an Sehenswürdigkeiten, dann wird das kein billiges Vergnügen. Nahezu jede Sehenswürdigkeit kostet 20-30 £ für einen Erwachsenen.

Und wenn man noch Kinder dabei hat, kann sowas mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern schnell bei 60 bis 70 £ enden. Muss man einfach einrechnen, wenn man sich London anschauen möchte. Trotzdem kann man mit ein paar kleinen Tricks einiges an Geld einsparen. Einer der besten Tipps ist hier vor Ort die Tickets zu kaufen und dann die Sparpreise zu nutzen.

Beim Veranstalter, der das London Eye betreibt, kannst Du noch 4-5 weitere Attraktionen dazukaufen für jeweils 10 Pfund. Anstatt also über 20 pro Sehenswürdigkeit zu bezahlen, liegst Du dann bei den folgenden Attraktionen bei ca. zehn Pfund pro Erwachsenem. Kinder sind natürlich auch viel billiger in diesen Spartickets. Eine ganze Menge wenn man das bei 3 Attraktionen macht.

Teilweise musst Du Dich aber leider dann auf genaue Besuchszeiten und Nutzungszeiten einstellen. Wenn Du das Ticket kaufst kriegst Du ein Zettel hingelegt, wo Du Dir aussuchen musst an welchem Tag zu welcher Uhrzeit Du da reingehst.

Beispielsweise gilt das auch für die Schifffahrt auf der Themse. Du musst genau angeben welches Schiff um welche Uhrzeit und welchen Tag Du nimmst. Anders ist es beispielsweise wieder bei Madame Tussauds: Hier kannst Du 90 Tage Dein Ticket benutzen, egal wann.

Weiterführende Links:

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Endnotes:
  1. Tower Bridge: https://www.london-guides.com/sehenswuerdigkeiten/tower-bridge/
  2. Tate Modern: http://www.tate.org.uk/visit/tate-modern
  3. Shakespeare’s Globe: http://www.shakespearesglobe.com/
  4. Tower of London: http://www.hrp.org.uk/tower-of-london/
  5. Zum Ticket-Verkauf >>: https://www.londoneye.com/rivercruise/
  6. Offizielle Website des London Eye: https://www.londoneye.com
  7. Online Tickets für das London Eye River Cruise vom Veranstalter: https://www.londoneye.com/rivercruise/

Source URL: https://www.london-guides.com/sehenswuerdigkeiten/londoneye-rivercruise/