Zum The Cumberland Hotel im Zentrum von London beim Marble Arch (Tag 1 am Morgen – Teil 5)

Zum The Cumberland Hotel im Zentrum von London beim Marble Arch (Tag 1 am Morgen – Teil 5)

Von Londoner Flughafen Heathrow ins Zentrum von London kommst Du mit der Piccadilly line. Diese fährt direkt vom Flughafen ins Zentrum und dort kannst Du umsteigen in Deinen weiteren Anschluss. Natürlich hast Du jede Menge Stationen auf dem Weg und die Fahrt bis nach Holborn (das war unsere Station wo wir in die Central line umsteigen mussten) dauerte dann auch ca. 50 Minuten. Also ziemlich lang.

Marble Arch Underground Station

Marble Arch Underground Station

Aber wir hatten ein Sitzplatz und es war eigentlich ganz gut. Was mir gleich auffiel war, dass die Tube im Vergleich zu deutschen S-Bahnen doch recht schmal sind. Das liegt wie ich inzwischen weiß daran, dass die Tunnel in denen die U-Bahnen fahren, relativ schmal gebaut wurden und nun keinen Platz mehr bieten um größere Wagen einzusetzen. Übrigens sprechen die Londoner immer von der Tube, das ist sozusagen die U-Bahn in London und fährt im Underground durch die ganze Stadt, mit mehreren Linien.

Das ganze wackelt auch ganz kräftig und ist im Großen und Ganzen nicht ganz so komfortabel, wie vielleicht jetzt in einer deutschen S-Bahn, aber dafür ist das System echt viel besser und praktischer. Es hat halt nicht alles nur Vorteile und Nachteile, sondern es ist halt immer alles relativ. Was die Vorteile sind, darauf komme ich später noch mal zurück oder Du liest meinen Artikel über die Tube in London.

Ein paar schnelle Blicke auf Vororte von London

Während der Fahrt schauen wir natürlich ein bisschen raus, weil ein Großteil des Weges fährt die Piccadilly line nicht im Untergrund, sondern oben. Ein paar Londoner Vororte kann man kurz sehen und die Häuser sehen teilweise echt aus wie in einem Harry Potter Film. Voll das Klischee 🙂 Aber es stimmt: diese kleine Reihenhäuschen in London sind schon witzig.

Sehr gutes U-Bahn System

Nach ca. 50 Minuten sind wir dann an der Holborn Station in London angekommen und springen aus der Tube raus, um zur Central line zu laufen. Und jetzt merke ich zum ersten Mal wie geil das System hier überhaupt ist. In Deutschland müsstest Du jetzt irgendwo schauen auf welches Gleis Du laufen musst und wohin. Oft sind die Fahrpläne erst auf den Gleisen und dann musst Du suchen welche Treppe denn nun passt (In Stuttgart Bad Cannstatt ist das echt so).

Wegweiser in der Tube

Wegweiser in der Tube

Also eigentlich total schwach gemacht. Irgendwo hängt dann noch ein großer Fahrplan, wo Du schauen kannst welche S-Bahn Linie, also bei uns in Stuttgart S1, S2 und S3 usw., wohin fährt. Praktischerweise steht dann aber hier nur die Endhaltestelle. D.h. Du müsstest wissen welche S-Bahn Linie und welche Endstation Du brauchst. Kann man nicht mal von einem Einheimischen immer erwarten, der mal eine neue Strecke fährt, und schon gar nicht von einem Touristen, der aus dem Ausland ist, das System nicht kennt und natürlich auch kein Deutsch kann.

In London haben sie das echt geil gelöst und zwar so, dass wenn Du aus der Tube steigst auf diesem Bahnsteig sofort Schilder sind, die Dir den richtigen Weg zeigen und zwar ohne das Du irgendeine Ahnung hast. Du musst im Prinzip nur wissen zu welcher Haltestelle Du willst und welche line dahin fährt. Aber Du musst Dir keine Gedanken über mögliche Endhaltestellen machen oder in welche Richtung Du fahren musst, denn das ist wirklich super intuitiv dargestellt.

Wir steigen also aus der Tube aus und sehen sofort ein Schild zur Central line. Wir wissen ja, dass wir mit der Central line fahren müssen, also folgen wir diesen Schildern. Und die sind wirklich an jedem Gang. Und wer die Tube in London kennt, der weiß, dass diese Gänge teilweise recht lang sind und Du oft mehrmals abbiegen musst.

Aber an jeder Abzweigung oder auch wenn Du geradeaus willst, ist ein Schild wo genau dran steht zu welcher Linie es ihr geht oder wo es rausgeht.

Oje, sind die Londoner schnell…

"Way out" Wegweiser London Tube

„Way out“ Wegweiser London Tube

Rausgehen heißt ihr „Way out„. Du kannst Dich also gar nicht verlaufen, sondern folgst einfach immer den Schildern. Teilweise läufst Du da nämlich 5 Minuten bist Du aus einer Station draußen bist, so groß sind die. Du läufst dann durch so schmale, enge Gänge und es ist eigentlich recht witzig. Witzig deshalb, weil die Londoner echt ein anderes Tempo vorlegen wie bei uns daheim. Und jetzt erzählt mir nicht was von Stuttgartern und lacht 🙂

Ich war schon länger in Berlin und ich war schon in Hamburg und in all den tollen Metropolen in Deutschland 🙂 und die Leute sind im Vergleich zu den Londonern absolute „Schnarchennassen“. Die Londoner haben ein Tempo drauf, das ist unglaublich. Also, dass Du nicht von hinten überrannt wirst, ist ist auch alles. Es kann übrigens schon passieren, dass Du mal irgendwie einen Ellbogen in den Rücken bekommst. Denn wenn Du beispielsweise links auf der Treppe stehst – oder irgendwo links im Weg stehst – dann wirst Du recht direkt angegangen, was Du aber wissen musst. Überall steht rechts stehen, links gehen und wenn Du das nicht beachtest, dann wird Dir das schnell bewusst.

Rechts stehen, links gehen…

Rechts stehen, links gehen in der Praxis :)

Rechts stehen, links gehen in der Praxis 🙂

Ich hab es natürlich schon gewusst und stand dann auch immer rechts. Und dann rennen die Londoner halt links an Dir vorbei und besonders krass ist es auf Rolltreppen in der Tube. Die Londoner stehen wirklich alle rechts (siehe Foto). Da wirst Du keinen links stehen sehen.

Für die Deutschen ist das natürlich besonders schwer. Bei uns ist es ja eher so, dass jeder Depp auf der Autobahn auf der linken Spur fährt. Egal ob unbegrenzt ist oder nicht. Der Deutsche fährt auf der linken Spur und blockiert alle. Und wenn dann jemand ein bisschen drängelt, dann bleibt erst recht links und bremst dann noch ab. Das kannste hier vergessen. Wenn Du links stehst und denkst Du bist der harte Mann, dann wirst Du schnell feststellen das Du das nicht bist. Denn da rennt auch die 80-jährige Oma auf Dich drauf und rempelt Dich an. Also wirst Du ganz schnell lernen rechts zu stehen. Ein echter Beweis für sozialen Gruppendruck.

Ab zur Central line nach Marble Arch

Wir sind also direkt den Schildern zur Central line gefolgt und dann war da ein Riesenschild, wo Du genau sehen konntest auf welches Gleis Du musst: also rechts oder links, um nach Marble Arch zu kommen. Besser geht’s nicht. Wenn Du umsteigt musst Du auch nichts mehr tun, denn Du wirst beim Eintritt in die Tube schon über Deine Oyster Card registriert. Und wenn Du das U-Bahn System verlässt, dann ziehst Du wieder deine Oyster Karte beim Drehkreuz über das Terminal und fertig.

Egal wie oft Du umgestiegen bist, Deine Karte wird dementsprechend belastet. Aber wie gesagt mit einer Höchstgrenze pro Tag.

Pret a Manger – direkt in unserem Hotel

Pret a Manger in the Cumberland

Pret a Manger in the Cumberland

Mit der Central line fahren wir dann noch ein paar Stationen bis zur Station Marble Arch. Hier ist nämlich unser Hotel: „The Cumberland„. Das Hotel kann ich Euch übrigens sehr empfehlen. Wirklich ein schönes Hotel, direkt am Anfang der Oxford Street und am Hyde Park gelegen und die U-Bahn Station direkt vor der Tür.

Keine 20 m um die Ecke und Du bist in der Tube. Direkt vor dem Hotel gibt es noch ein Pret a Manger, wo es echt super leckere Sandwiches gibt und Du Deinen morgendlichenn Cappuccino, Latte oder Expresso kaufen kannst. Der Laden ist immer sehr voll und alles gibt’s auch zum mitnehmen.

Übrigens kann ich Dir die Sandwiches nur wärmstens empfehlen. Die sind total frisch und schmecken echt geil. Bezahlbar sind sie auch, denn meine haben immer so 3,50 £ gekostet. O. k. grundsätzlich muss man natürlich sagen, dass London schon eine teures Pflaster ist. Aber das Zeug ist echt günstig. Wenn Euch 3,50 £ und 2,50 £ für einen Kaffee schon zu teuer sind, dann bleib lieber zu Hause.

Wenn ihr euch anschauen wollt, was es bei Pret a Manger so alles gibt, dann schaut mal auf der Webseite vorbei.

London ist teuer

London ist auch ein Shopping Paradies

London ist auch ein Shopping Paradies

Denn dann wollt ihr hier nicht hin 🙂 Normal essen gehen kannst Du hier nicht für 30 € (zu 2) wie in Deutschland. Selbst wenn Du nur in einem Fastfood-Restaurant Fish & Chips essen gehst, mit einem Getränk pro Person, bist Du locker 40 £  bis 50 £ dabei. Das sind ungefähr 50 € bis 60 Euro momentan. Und wir reden hier von „Fish and Chips“ und nicht von irgendeinem Steak. Wenn Du als zu 2 essen gehst, dann rechne mal so 70 bis 80 £ ein. Also ca. 100 €.

Aber Du gehst ja nicht nach London um zu sparen, sondern Du gehst nach London um mal was Neues zu erleben. Deshalb haben wir natürlich alles ausprobiert. Nicht egal was es kostet, denn wir haben auch nur ein Budget, aber auf das Geld haben wir nicht so geschaut.

Denn wie gesagt: dann musst Du nicht nach London kommen. Jede Sehenswürdigkeit hier kostet richtig Geld. Also für ein paar Euro kannst Du nicht viel machen. Beispielsweise zahlst Du für das London Eye pro Person 25 £. Das sind 30 Minuten. Genauso ist es natürlich auch mit den anderen Sehenswürdigkeiten: Madame Tussauds, Harry Potter Warner Bros Studios usw. Das kostet richtig Geld, wenn Du hier einiges machst.

Und solltest Du noch gerne shoppen gehen, dann kann’s richtig teuer werden. Ich sag nur Old Bond Street und New Bond Street 🙂

Wenn Du nicht weißt was das ist, dann lass Dich überraschen. Das wirst Du Dein Leben nicht vergessen! Verspreche ich Dir. Außer Du gehörst natürlich zu den oberen 10.000, dann verzeih mir. Dann ist das für Dich nichts Besonderes, oder vielleicht doch?

The Cumberland – unser Hotel mitten an der Oxford Street und am Hyde Park

The Cumberland Hotel in London

The Cumberland Hotel in London

Das Hotel The Cumberland liegt direkt am Anfang der Oxford Street, an der oberen rechten Ecke, also an der nordöstlichen Ecke des Hyde Parks (wie es übrigens auch dies billiger komme) und ist ideal, damit man auch abends mal zu Fuß durch das Londoner Zentrum flanieren kann.

Der Check-in im The Cumberland war schnell und unkompliziert und die Mitarbeiterin am Empfang war sehr freundlich. Da wir ja schon um 7:40 Uhr geflogen sind, waren wir bereits um ca. 11:00 Uhr beim Hotel. Frühester Check-in war allerdings um 15:00 Uhr, was ja absolut normal ist. Das The Cumberland bietet einen kostenlosen Gepäcksaufbewahrungsservice an, auf dem mich die Mitarbeiterin dann gleich aufmerksam gemacht hat.

Zimmer schon frei?

Erst hat sie allerdings freundlicherweise noch geschaut, ob ein Zimmer bereits jetzt verfügbar gewesen wäre. Das ist halt immer dann der Fall, wenn die Gäste davor früher abreisen und das Zimmer schon geputzt worden ist. Allerdings hatte ich kein Glück, denn da wo die Zimmer die schon frei gewesen wären, lag leider an einer Stelle wo unten eine Baustelle ist. Denn zu dieser Zeit war auf der Oxford Street eine Baustelle direkt vor dem Hotel. Aber irgendwann musst Du bauen, sage ich mir immer und verstehe nicht wie sich Menschen über öffentliche Baustellen vor einem Hotel beschweren können. Oder wollen sie ein Loch in der Straße?

Nein, was soll ich mich aufregen. Dumme sterben nie aus 🙂 Sie war sehr freundlich und hat uns gleich darauf aufmerksam gemacht. Und ich hab dann auf das Zimmer verzichtet. Dann hat sie uns ein Zimmer direkt an der anderen Seite des Hotels gegeben, wo keine Baustelle ist.

London ist eine schnelle und laute Stadt

Allerdings kann ich Euch aus Erfahrung jetzt sagen, dass dies überhaupt nicht so relevant ist. Denn London ist eine sehr, sehr laute Stadt. Du kannst hier im Prinzip nicht das Fenster aufmachen, wenn Du direkt im Herzen Londons wohnst. Da ist so dermaßen was los, dass die Lautstärke echt Wahnsinn ist. Die Londoner haben echt Aktion: ein permanentes Gehupe der Taxis in London und anderer Fahrzeuge, ein Geschreie der Menschen, Straßenverkehrslärm, Baustellen usw. – in London absolut normal. Deshalb haben wir das Fenster immer mal kurz zum Lüften aufgemacht, wenn wir weg waren (was wir den ganzen Tag waren) und erst dann beim Schlafen immer zu gehabt.

Macht aber nichts, denn das Hotelzimmer hatte eine gute Lüftungsanlage mit Klimatisierung. Ein bisschen Lärm ist halt normal in einer Weltstadt. Im Vorfeld hatte ich die Rezensionen und Bewertungen auf Expedia und Co. mir angeschaut und bin immer wieder auf diese Beschwerden gestoßen, dass es sehr laut war im Zimmer, wenn man das Fenster aufmacht. Das ist sehr intelligent. Du bist also in einer Weltstadt, direkt an den großen Hauptstraßen in London, und beschwerst dich dann, dass es laut ist wenn Du das Fenster aufmachst?

Entschuldigung, das ist ungefähr das Dümmste was ich je gelesen habe. Ich werde nie verstehen, wie man sich darüber beschweren kann. Das ist ungefähr so wie wenn Du im Meer schwimmen gehst und Dich dann beschwerst, dass es nass ist.

Kostenloser Gepäcksaufbewahrungsservice beim Concierge

Die nette Mitarbeiterin hat uns dann ein Zimmer gegeben, aber wir konnten natürlich erst um 15:00 Uhr da einziehen. Deswegen hat sie uns gegenüber gezeigt, wo wir unser Gepäck abgeben können und dann konnten wir noch in die Stadt gehen. Der sehr freundliche Concierge hat unser Gepäck gekennzeichnet und uns einen Bestätigungszettel dafür mitgegeben.

Nachdem wir unser Gepäck beim Gepäcksaufbewahrungsservice von unserem Hotel The Cumberland abgegeben haben, machen wir uns auf um endlich auf die Oxford Street zu gehen. Das Hotel liegt direkt am Hyde Park und der Marble Arch Tube Station. Direkt vor dem Ausgang des Hotels ist das Marble Arch Monument aus weißem Carrara-Marmor.

Sehr schön anzusehen und ich muss sagen ein gut gewähltes Hotel. Denn auch von innen ist es sehr ansprechend und modern und das Zimmer ist absolut in Ordnung. Nach einigen Erfahrungsberichten im Internet hatte ich schon Angst ich lande in einer Sardinenbüchse ohne Fenster 🙂 Das ist hier nicht der Fall. Gut wir haben darauf geachtet, dass das Zimmer etwas größer ist, in unserem Fall sind das 16 m², da viele Billighotels mit 8 m² Hotelzimmern aufwarten und uns das dann doch etwas zu klein ist.

Die Oxford Street ist wahrlich beeindruckend

Klassische Londoner Busse

Klassische Londoner Busse

So sind wir sind frohen Mutes losgezogen, um zuerst einmal die Oxford Street zu erkunden. Und der erste Eindruck hat mich echt gleich beeindruckt: das Leben und die Intensität auf den Straßen war an diesem Samstag um 11:00 Uhr schon so intensiv und laut, dass ich es einfach nur geil fand.

Gleich zahlreiche rote Londoner Doppeldecker-Busse, gefühlt hunderte Londoner Taxis in ihrem typischen Aussehen und tausende und abertausende von Menschen auf der Oxford Street. Und das um 11:00 Uhr. Wenn Du in Stuttgart um 11:00 Uhr in die Stadt gehst, dann ist da nicht viel los. Also wirklich ein Wahnsinn. Also sind wir ein wenig die Straße hochgelaufen und haben uns mal in ein paar Läden umgeschaut.

So machen wir uns auf den Weg in die Oxford Street…

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